Skeleton: Weltmeisterin Lölling gewinnt in Whistler

Weltmeisterin Jacqueline Lölling hat den deutschen Skeletonsportlern den ersten Sieg im olympischen Winter gesichert.

Weltmeisterin Jacqueline Lölling hat den deutschen Skeletonsportlern den ersten Sieg im olympischen Winter gesichert.

Die 22-Jährige gewann am Freitag den Weltcup auf der berüchtigten Bahn im kanadischen Whistler vor Lokalmatadorin Jane Channell und Vizeweltmeisterin Tina Hermann (Königssee). Trotz einer wilden Fahrt mit zahlreichen Wandkontakten im zweiten Lauf hatte Lölling am Ende mehr als zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf Channell.

"Man muss hier immer hochkonzentriert sein. Man hat bei mir gesehen, dass es richtig in die Hose gehen kann", sagte Lölling über den zweiten Lauf: "Gott sei Dank ist es noch mal gutgegangen. Mir sind Fehler passiert, die mir die ganze Woche nicht passiert sind."

Die Winterbergerin unterstrich mit ihrem Sieg im dritten Saisonrennen ihren Favoritenstatus für die Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) und übernahm auch die Weltcup-Gesamtführung vor Hermann.

Anna Fernstädt (Berchtesgaden) belegte in ihrem ersten Weltcup dieser Saison den guten sechsten Platz auf der schnellsten Bahn der Welt. Die 20-Jährige hatte erst vor wenigen Tagen den Kaderplatz von Sophia Griebel (Suhl) übernommen, die in den ersten beiden Weltcups nicht überzeugen konnte.

Fernstädt wird aufgrund ihrer starken Leistung in Whistler nun auch die kommenden Rennen bestreiten und kämpft damit um die Olympia-Teilnahme.

Jelena Nikitina, Siegerin des vorherigen Rennens in Park City/USA, durfte in Whistler nicht starten. Am vergangenen Mittwoch hatte das Internationale Olympische Komitee gegen vier russische Skeletonis wegen der Verwicklung in den Staatsdopingskandal lebenslange Olympia-Sperren ausgesprochen.

Am Donnerstag reagierte der Bob- und Skeleton-Weltverband IBSF mit der vorläufigen Suspendierung der Sportler. Nikitina, die ihre Bronzemedaille von Sotschi 2014 zurückgeben muss, ist mindestens bis zu einer Anhörung bei der IBSF nicht im Weltcup startberechtigt.

Bei den Männern wird am Samstag auch Alexander Tretjakow fehlen, dem der Olympia-Sieg 2014 aberkannt wurde. Olga Potylizina und Maria Orlowa, die beiden weiteren betroffenen Russinnen, waren in diesem Winter bislang ohnehin nicht auf Weltcup-Ebene gestartet.

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