Skeleton: Hermann knapp von Nikitina geschlagen - Jungk überrascht

Vizeweltmeisterin Tina Hermann hat ihren ersten Saisonsieg im Skeleton-Weltcup denkbar knapp verpasst. Die 25-Jährige holte am Samstag beim zweiten Rennen des olympischen Winters in Park City den zweiten Platz, zwei Hundertstelsekunden trennten sie von der siegreichen Russin Jelena Nikitina. Weltmeisterin Jacqueline Lölling wurde Dritte und fuhr damit erstmals in diesem Winter auf das Podest.

Vizeweltmeisterin Tina Hermann hat ihren ersten Saisonsieg im Skeleton-Weltcup denkbar knapp verpasst. Die 25-Jährige holte am Samstag beim zweiten Rennen des olympischen Winters in Park City den zweiten Platz, zwei Hundertstelsekunden trennten sie von der siegreichen Russin Jelena Nikitina. Weltmeisterin Jacqueline Lölling wurde Dritte und fuhr damit erstmals in diesem Winter auf das Podest.

Bei den Männern sorgte Vizeweltmeister Axel Jungk für eine Überraschung. Der 26-Jährige erreichte als bester deutscher Starter den dritten Rang und sicherte sich damit den vierten Podiumsplatz seiner Karriere. Der Sieg ging an den Südkoreaner Yun Sung-bin vor dem fünfmaligen Weltmeister und achtmaligen Gesamtweltcupsieger Martins Dukurs aus Lettland. Christopher Grotheer (Oberhof) wurde Vierter, Alexander Gassner komplettierte das deutsche Männer-Trio als Siebter.

"Das ist ein gutes Mannschaftsergebnis", sagte Bundestrainer Jens Müller, "leider haben wir den Sieg noch abgeben müssen, weil Jelena Nikitina so unglaublich schnell startet." Denn Nikitina gewann das Rennen auf den ersten Metern, dort war sie den deutschen Athletinnen klar überlegen.

Siegerin Nikitina unter Dopingverdacht

Der Sieg der Olympia-Dritten hat dabei einen Beigeschmack: Nikitina gehört zu den unter Dopingverdacht stehenden russischen Athleten, die zu Beginn dieses Jahres aufgrund der Erkenntnisse des zweiten McLaren-Reports vorläufig gesperrt worden waren. Dabei geht es um manipulierte Dopingproben bei den Spielen 2014 in Sotschi. Aufgrund eines Mangels an harten Beweisen musste der Weltverband IBSF die Sperren im Januar aber nach nur wenigen Tagen wieder aufheben.

Trotz des knapp verpassten Sieges fanden Lölling und Hermann beim zweiten Weltcup aber besser in die Saison, nachdem sie eine Woche zuvor in Lake Placid mit den Rängen acht und zehn noch enttäuscht hatten. Knapp drei Monate vor den Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) tragen die beiden jungen Athletinnen die Hoffnungen des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) auf den ersten Olympiasieg im Skeleton.

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