"Skandal": Zuschauer bei WM-Auftakt in der Halle

SPORT1
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Seit Mittwochabend läuft die wohl meistkritisierte Handball-WM der Geschichte. Sportlich verlief der Auftakt wenig spektakulär. Wie zu erwarten war, setzte sich Gastgeber Ägypten souverän gegen Chile durch.

Doch die Corona-Sorgen liegen aber weiterhin wie ein dunkler Schatten über dem Turnier am Nil, die Angst vor einem Ausbruch innerhalb der Blase ist allgegenwärtig. (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER)

Für neue Kritik und Schlagzeilen sorgte am Donnerstag die Tatsache, dass beim WM-Eröffnungsspiel trotz Publikumsverbots Berichten zufolge mehrere Hundert Zuschauer in der Halle dabei gewesen sein sollen. Unter ihnen viele Prominente wie etwa der ägyptische Präsident Abdel Fatah al-Sisi und Weltverbandspräsident Hassan Moustafa.

Gislason kritisiert Umstände im Hotel

"Ein Skandal", titelten das dänische Ekstra-Bladet sowie das schwedische Aftonbladet. Nach einem Aufschrei der Spieler und einem Brief von 14 Kapitänen, darunter auch DHB-Anführer Uwe Gensheimer, hatte die IHF erst Anfang der Woche zugesichert, Zuschauer in den Hallen zu verbieten. Der Vorfall von Mittwochabend war nicht das erste Versprechen, das die WM-Organisatoren nicht einhalten konnten - oder wollten.

Auch im deutschen Lager sind die beim Weltverband beanstandeten Corona-Mängel längst nicht alle behoben. So erneuerte Gislason am Donnerstag die Kritik an den Hygienebedingungen im deutschen Teamhotel.

"Das sind Umstände, die wir uns anders vorgestellt hatten und die uns anders zugesagt worden sind. Das ist so, es scheint nicht möglich, daran etwas zu ändern", sagte der 61-Jährige.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)