Skandal-Vorwurf! Giants-Coach legt nach

Franziska Wendler
·Lesedauer: 2 Min.

Bei den New York Giants herrscht Frust.

Trotz des Sieges gegen die Dallas Cowboys am letzten Spieltag der Regular Season hat das Team die NFL-Playoffs verpasst. Grund dafür ist die Niederlage der Philadelphia Eagles gegen das Washington Football Team. Hätte Philadelphia die früheren Redskins geschlagen, wären die Giants in die Postseason eingezogen.

Bereits kurz nach der Philly-Pleite hatten Spieler und Trainer der Franchise aus dem Big Apple einen Skandal gewittert und sich betrogen gefühlt. Doch nicht die Eagles-Niederlage an sich, sondern die Art und Weise wie diese zustande kam, sorgte für Unruhe.

Eagles-Coach wechselte Quarterback aus

Früh im vierten Viertel hatte Philly-Headcoach Doug Pederson Quarterback Jalen Hurts vom Feld genommen und durch Nobody Nate Sudfeld (nur 37 geworfenen NFL-Pässe in drei Jahren) ersetzt. Dabei lagen die Eagles zu diesem Zeitpunkt nur mit drei Punkten hinten. (Ergebnisse und Spielplan der NFL)

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Für Giants-Trainer Joe Judge ein Unding. "So lange ich Head Coach der New York Giants bin, werden wir etwas derartiges nicht machen", sagte er am Montagabend auf die Frage, ob die Eagles etwas falsch gemacht hätten. Den Namen des Division-Rivalen nannte er dabei kein einziges Mal.

"Wir hatten eine Menge Leute, die sich für dieses Saison entschieden haben. Trainer, Spieler, aber auch Familienmitglieder. Sie haben Opfer gebracht, um jeden Tag zur Arbeit zu kommen. Dieses Anstrengungen, die jeder unternommen hat, um die Saison in der NFL zu einem Erfolg zu machen, nicht zu respektieren, indem man rausgeht und eben nicht 60 Minuten lang dem Gegner einen Kampf liefert, nicht alles tut, um den Spielern zum Sieg zu verhelfen - das würden wir niemals tun, solange ich Head Coach der New York Giants bin", redete sich Judge weiter in Rage.

Bereits nach dem Spiel war der Unmut in New York groß.

Wut bei den New York Giants

"Ich denke, die Eagles hassen uns mehr als Washington", schrieb Giants-Receiver Golden Tate bei Twitter: "Nur so ergibt das Sinn. Oder?" Einige Teamkollegen äußerten sich ähnlich skeptisch.

Hurts hatte als Passer zuvor zwar nicht unbedingt geglänzt (sieben von 20 Würfen angebracht für 72 Yards und eine Interception), lief aber selbst für zwei Rush-Touchdowns in die Endzone und hielt Philly so überhaupt im Spiel. (SERVICE: NFL-Tabelle)

Sudfeld brachte dann nur fünf seiner zwölf Passversuche an den Mann, warf eine Interception und wurde zweimal für satte 16 Yards Raumverlust gesacked. Washington erhöhte durch ein Field Goal noch und brachte den Sieg über die Zeit.

Eagles-Coach Pederson verkündete hinterher, er habe "gecoacht, um zu gewinnen" und begründete den zweifelhaften Quarterback-Wechsel damit, er habe dem Team noch einmal einen Schub geben wollen.