Sinkende US-Ölreserven lassen Preise steigen

Die Ölpreise sind zum Jahresende gestiegen. Das liegt an gestern veröffentlichten Daten des amerikanischen Energieministeriums zum Rohölbestand in den USA. Er sind niedriger, als viele Analysten erwartet hatten.


Die Ölpreise haben am Freitag zugelegt. Am Morgen kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im März 66,61 US-Dollar. Das sind 45 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Februar stieg um 44 Cent auf 60,28 Dollar.

Gestützt werden die Ölpreise durch einen Rückgang der Ölreserven in den USA. In der größten Volkswirtschaft der Welt sind die Lagerbestände an Rohöl zuletzt überraschend stark gesunken. Nach Angaben des amerikanischen Energieministeriums vom Vortag waren die Ölreserven in der vergangenen Woche um 4,6 Millionen Barrel auf 431,9 Millionen Barrel gefallen. Analysten hatten im Schnitt nur ein Minus von 3,8 Millionen Barrel erwartet. Daher zogen die Preise an.

Außerdem beeinflusst ein Produktionsausfall im wichtigen Förderland Libyen weiterhin den Ölmarkt. Nach einem Bombenanschlag auf eine wichtige Pipeline sind die Öllieferungen des nordafrikanischen Krisenstaates nach Einschätzung von Experten unter die Marke von einer Million Barrel pro Tag gefallen. Laut Medienberichten wird die Reparatur der Pipeline insgesamt etwa eine Woche dauern.

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