„Sing meinen Song“, Folge 8: So endete die tränenreiche vierte Staffel

Zur Abschlussfolge der vierten Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ traten die Kandidaten zum Duett-Abend an – und blickten sentimental auf die gemeinsame, tränenreiche Zeit zurück.

Sie kamen als grundverschiedene Charaktere und sie gingen als Freunde. Mit einem Duett-Abend ging die vierte Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert zu Ende“ – einer Staffel, die für ungewöhnliche Kombinationen, Freundschaften und Kollaborationen sorgte. Sie alle zählen zur deutschen Popelite – und kommen doch aus ganz anderen Ecken. In Südafrika aber fanden Michael Patrick Kelly, Gentleman, Moses Pelham, Lena Meyer-Landrut, Mark Forster und die Gastgeber The BossHoss einen gemeinsamen Nenner, der sie zusammenschweißte und den sie am Abschlussabend noch einmal so richtig zelebrierten.

Statt einer Gruppenumarmung gab es zu Beginn ein Gläschen Sekt und einen Rückblick auf die vergangenen Sendungen. Es war eine tränenreiche Staffel – bis auf letzte Woche, als die Gastgeber The BossHoss die Besungenen waren, wurde in jeder Folge geweint. In kurzen Videorückblicken schauten sich die Kandidaten noch einmal an, was sie die letzten Wochen miteinander erlebt hatten. Das sorgte für sentimentale Gefühle in der Runde – und alle waren sich einig: „Das war super!”

Als Abschluss der vierten Staffel von „Sing meinen Song“ stand heute der Duett-Abend an – hier singt Gentleman mit Mark Forster (Bild: VOX/Markus Hertrich)

Mark Forster und Gentleman trinken auf dich

Als erstes auf dem Programm standen Gentleman und Mark Forster mit der Mark-Forster-Nummer „Ich trink auf dich”. Der Pop-Hitlieferant und der Reggae-Star: eine gelungene Kombination. Gentleman, sonst hauptberuflich in Patois unterwegs, wagte sich wieder an die deutsche Sprache, dazu gab’s einen beschaulichen Reggae mit der typischen Gentleman-Atmosphäre. „Ich trink auf dich mein Freund, ich heb auf dich mein Glas / Auf das, was kommt und das, was war”, sang Gentleman – auch thematisch eine gelungenen Einstiegssong für diesen finalen Abend.

Stefanie Kloß und Paddy Kelly hätten gerne ein paar Flügel

Nach dem Silbermond Frontfrau Stefanie Kloß bereits in Folge 5 mit ihrer Version des Kelly-Family-Klassikers „An Angel“ für Gänsehaut sorgte, performte sie dieses Stück am Abend der Duette mit „Stadion-Paddy“ höchstpersönlich. Musikalisch hielt man sich ganz an die bereits dargebrachte Version, die über einen weiten Teil auf unbegleitete Stimme setzt und dann mit Streichern zum Kammermusik-Pop wird. „Es hat sich irgendwie ein Kreis geschlossen. Das war jetzt wieder wie mit 10, als ich Kelly-Family-Fan war“, schwärmte Stefanie Kloß. „What a nice Song“, fand auch Gentleman.

The BossHoss und Moses Pelham lassen’s krachen

Er war nicht der schillerndste Kandidat der Staffel, aber eines muss man Moses Pelham lassen: Was immer der Rapper und Produzent anfasste, macht er zu seiner eigenen Nummer. Die BossHoss-Nummer „Sex On Legs“ machte „Mo“ zu einer sich selbst feiernden Rap-Nummer mit Rockgitarren – genau die gab die Rödelheimer Hip-Hop-Legende mit den Gastgeber-Cowboys zum Besten. Und weil ein richtiger Rap-Song auch tolle Background-Sängerinnen braucht, ließ es sich Stefanie Kloß nicht nehmen, beim Refrain selbst am Mikrophon zu stehen.

Lena und Gentleman sind „superior“

Dass Lena ein Gentleman-Fan ist, machte sie bereits in Folge 6 klar, als die Songs des Reggae-Stars am Programm standen. Ihr Lieblingslied „Superior“ performte sie am Duett-Abend natürlich mit niemand geringerem als Tillmann Otto (so Gentlemans bürgerlicher Name selbst) . Dabei machte sie erneut eine tolle Figur – fand auch Gentleman. Er fand aber nicht nur seine Gesangspartnerin, sondern die gesamte Staffel gut: „Die Art wie wir uns verstehen, dass ist doch alles andere als selbstverständlich. Dass diese Einzelkünstler auf dieser Psychiater-Couch sitzen und sich wohlfühlen“.

Mark Forster und Silbermond bleiben

Was auch immer Mark Forster in dieser Staffel angegangen war, klang wie ein aktueller Chart-Hit. Das zeugt nicht nur von der Qualität der Songs, sondern auch von Forsters grandiosem Gespür für moderne Popmusik. Keine Ausnahme war da seine Version des Silbermond-Stücks „Irgendetwas Bleibt“ , das er an diesem Abend gemeinsam mit Stefanie Kloß spielte. Aus der sanften Popnummer machte Forster eine atmosphärische Klavieretüde mit Mollklängen, die eine ganz andere Stimmung versprühte als das Original. Kloß selbst schien die neue Version sichtlich zu genießen – und zeigte sich vor der Performance aufregt. Weil’s so schön war, gab’s natürlich noch eine Gruppenumarmung.

Moses Pelham und Lena fühlen sich zuhause

Moses Pelham singt Lena Meyer-Landrut. Was sich vor „Sing meinen Song“ unmöglich angehört hätte, wurde in der letzten Folge einmal mehr Wirklichkeit. Gemeinsam mit der Songcontest-Gewinnerin selbst stellte sich „Mo“ ans Mikrophon und performte seine gefühlvolle Version den Stücks, die ihn einmal mehr in Rap-Topform zeigte. Pelhams Können in Sachen Arrangement zeigte sich am Ende des Stückes deutlich: Da trieb das Schlagzeug die Dynamik in ungeahnte Höhen – auf der Couch hielt es da niemanden mehr!

Paddy Kelly und BossHoss machen ordentlich „Buzz“

Zum Schluss gab es noch eine sehr spezielle Kombination: Michael Patrick Kelly wurde zum Duett-Cowboy für die The BossHoss auserkoren, gemeinsam galoppierte man das durch das Stück „No Fuzz, No Buzz“. Dass Kelly im Herzen ein Rocker ist, hat er in dieser Staffel deutlich bewiesen – die gemeinsame Version des The-BossHoss-Stücks bildete da keine Ausnahme. Paddy setzte auf Headbangen statt Schmuserock und ging mächtig ab. „Krasses Ding“, fand auch Stefanie Kloß.

Am Schluss lagen sich einmal mehr alle in den Armen, am Tisch standen bemerkenswert viele leere Gläser und gemeinsam setzte man zur Acapella-Version des „Sing meinen Song“-Intros an. „Wir konnten halt einfach miteinander. Ich habe das unfassbar genossen, menschlich und musikalisch“, fand Moses. „It’s over in South Africa, aber es geht weiter in Europa“, sagte Michael Patrick Kelly, der mit der Ankündigung ernst machte und auf Gentlemans neuem Album zu hören ist. Vielleicht hören wir in Zukunft ja noch die eine oder andere Kollaboration von den Künstlern dieser Staffel. Eines steht jedoch fest: Es hat Spaß gemacht – wir sehen uns bei Staffel 5!

 

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