Simbabwes ehemaliger Armeechef als Vizepräsident vereidigt

Simbabwes ehemaliger Armeechef Constantino Chiwenga ist als Vizepräsident des Landes vereidigt worden

Simbabwes ehemaliger Armeechef Constantino Chiwenga, der eine Schlüsselrolle bei der Entmachtung von Staatschef Robert Mugabe spielte, ist am Donnerstag als Vizepräsident des südafrikanischen Landes vereidigt worden. Der 61-Jährige versprach bei der Zeremonie im Präsidialamt in der Hauptstadt Harare, die Verfassung zu "befolgen, hochzuhalten und zu verteidigen", wie ein AFP-Reporter berichtete. Als zweiter Stellvertreter des neuen Präsidenten Emmerson Mnangagwa wurde der langjährige Sicherheitsminister Kembo Mohadi vereidigt.

Die Armee unter dem Kommando Chiwengas hatte in der Nacht auf den 15. November die Kontrolle über das Land übernommen und für den Rücktritt des langjährigen Präsidenten Mugabe gesorgt. Damit war der Weg für Mnangagwa, der noch wenige Wochen zuvor von Mugabe abgesetzt worden war, an die Spitze des Staates frei. In diesem Monat ging Chiwenga als Armeechef in den Ruhestand.

Mugabe hatte das ehemalige Rhodesien 1980 in die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien geführt. Er war zunächst Regierungschef, bevor er 1987 Präsident wurde. Fast vier Jahrzehnte hielt er sich an der Macht, bis er am 21. November im Alter von 93 Jahren zum Rücktritt gezwungen wurde.

Mugabe hatte Simbabwe mit harter Hand und zunehmend autokratischem Führungsstil regiert. Seine Gegner machten ihn für den wirtschaftlichen Niedergang des Landes verantwortlich, das einst als Kornkammer Südafrikas zu einigem Wohlstand gekommen war.