Silver Surfer blühen auf: Häufige Internet-Nutzung tut älteren Menschen gut

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Wir lesen viel über die Schäden, die das Internet und ganz besonders Social Media in jüngeren Leuten anrichten können. Doch es gibt auch positive Nachrichten aus der Online-Welt: So hat eine neue Studie nachgewesen, dass Menschen zwischen 55 und 75 im Lockdown weniger zu Depression neigen, wenn sie das Internet intensiv nutzen.

Viele Menschen, besonders die älteren, leiden während der Lockdowns unter Einsamkeit, die soziale Isolation treibt das Risiko der Depression und anderer gesundheitlicher Probleme in die Höhe.

Wissenschaftler an der britischen University of Surrey beleuchteten in einer Studie, inwiefern häufige Internetnutzung dieses Risiko mindern kann. Ihre Vermutungen wurden bestätigt: Wer viel online unterwegs war, litt weniger unter dem Lockdown.

Das Forscherteam wertete die Antworten von 3.491 Teilnehmern an der Studie English Longitudinal Study of Ageing aus, die im letzten Sommer durchgeführt wurde. Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen, die häufig online waren - also mindestens einmal am Tag - wesentlich seltener unter Depressions-Symptome litten. Zudem wiesen eine größere Zufriedenheit mit ihrer Lebensqualität auf als diejenigen, die nur einmal die Woche oder noch seltener im Internet surften.

Einer der Hauptgründe für den erhöhten Wohlfühlfaktor war, dass das Internet den Senioren dabei half, mit Freunden und Familien in Kontakt zu bleiben. Die Online-Kommunikation war entscheidend im Kampf gegen die negativen Auswirkungen der Isolation.

Doch es gibt auch Aspekte, die wenig hilfreich für die mentale Gesundheit älterer Menschen sind. Wer online vorwiegend nach Gesundheitsthemen sucht, neigte wiederum eher zu Depressionen.

"Nach wie vor gelten soziale Einschränkungen währen der Covid-19-Pandemie", erklärte Dr Simon Evans, der an der University of Surrey Neurowissenschaften lehrt. "Wir fanden, dass ältere Erwachsene, die im Lockdown häufig das Internet nutzen, weniger Depressions-Anzeichen zeigten und eine bessere Lebensqualität hatten, ganz besonders wenn sie es zur Kommunikation mit der Außenwelt nutzten." Hier seien wertvolle Erkenntnisse gewonnen worden, die künftig der psychischen Gesundheit von Senioren zugute kommen.

Die vollständigen Studienergebnisse wurden im Fachmagazin 'Healthcare' veröffentlicht.