Siltronic traut sich dank des schwachen Euro mehr zu

MÜNCHEN (dpa-AFX) -Der Chipindustriezulieferer Siltronic DE000WAF3001 hebt seine Prognose wegen der Euro-Schwäche und hoher Verkaufspreise abermals an. Die Erlöse sollen 2022 nun um 26 bis 30 Prozent steigen, nach bisher avisierten 21 bis 27 Prozent, teilte die Wacker-Chemie-Beteiligung am Freitag mit. Davon sollen 36 bis 38 Prozent als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hängen bleiben. Bisher stand eine Marge von 34 bis 37 Prozent im Plan.

Im abgelaufenen dritten Quartal steigerte das MDax DE0008467416-Unternehmen den Umsatz im Jahresvergleich um fast 28 Prozent auf 474 Millionen Euro und das operative Ergebnis kletterte um knapp 39 Prozent auf 170,5 Millionen Euro. Das entspricht einer Ebitda-Marge von 36 Prozent. Unter dem Strich verdiente Siltronic 109,9 Millionen Euro nach 73,6 Millionen vor einem Jahr. Damit wurden die Analystenschätzungen übertroffen. "Wir erwarten auch im vierten Quartal eine starke Nachfrage nach Wafern mit 200 und 300 Millimeter Durchmesser und auch langfristig sehen wir die Wachstumstreiber der Halbleiterindustrie weiter in Kraft", sagte Siltronic-Chef Christoph von Plotho laut Mitteilung.