Siltronic: Darum bleibt der TecDAX-Highflyer im Aufwind

Michael Schröder
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Österreichs Gipfelstürmer (Teil 1) – AT&S eilt allen davon

Vom angestaubten Sorgenkind der Muttergesellschaft Wacker Chemie hat sich Siltronic in den vergangenen Monaten zur wahren Cashcow entwickelt. Auf Jahressicht vervielfachte sich die Aktie und notiert auf Rekordhoch. Wird die Luft nicht allmählich dünner?

Ein Blick auf die Bewertung zeigt, dass Siltronic keineswegs nach der Mega-Rallye überteuert ist. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16 für 2018 ist die Aktie wesentlich günstiger als der europäische Konkurrent X-FAB, welcher auf eine Bewertungskennziffer von 21 für das kommende Jahr kommt. Und auch die Analysten haben ihre Einschätzung zu dem Halbleitergrundstoff-Spezialisten nach einem überragenden dritten Quartal überarbeitet – einen Kurs von 150 Euro trauen beispielsweise die Credit Suisse und MainFirst dem TecDAX-Highflyer zu.

Der Chip-Boom lässt die Kasse beim Wafer-Hersteller weiter kräftig klingeln. Aufgrund der hohen Nachfrage steigen die Preise unverändert weiter, weshalb Siltronic die Produktionskapazitäten bis Mitte 2019 erhöht. Dies schafft Spielraum für zusätzliches Wachstum – bei gleichzeitig steigenden Margen. In den nächsten Jahren ist sogar mit einer EBITDA-Marge von über 30 Prozent zu rechnen.

Nach über 200 Prozent Kursplus in 2017 sollte die TecDAX-Aktie auch in den letzten Wochen des Jahres zu den Gewinnern auf dem heimischen Kurszettel gehören. Getreu dem Motto „The trend is your friend“ sollten Anleger daher die Gewinne weiter laufen lassen. Das Ziel bleibt bei 170 Euro. Ein Stopp bei 120 Euro sichert ab.