Silbermond: Stefanie Kloß: "Unsere Herzen schlagen doppelt"

Die Band Silbermond

Mehr als fünf Millionen verkaufte Platten, die wichtigsten Musikpreise im Regal und über zehn Jahre ausverkaufte Konzerthallen. Trotzdem dachte die Band Silbermond zwischenzeitlich ans Aufhören. Mit ihrem Album "Leichtes Gepäck" gelang Stefanie Kloß, Johannes Stolle, Thomas Stolle und Andreas Nowak 2015 die Befreiung von angesammeltem Ballast, sodass sie in diesem Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum feiern. Warum sie mit Anfang 30 weniger feiern, was Heimat bedeutet und wie sie einmal alle zusammen auf 35 Qua­dratmetern wohnten, verraten die vier Bautzener im Gespräch.

Als Sie vor über zehn Jahren von Bautzen nach Berlin gezogen sind, hat die ganze Band in einer Einzimmerwohnung gewohnt.

Kloß : Die Jungs sind bei mir eingezogen, weil ihr Mietvertrag geplatzt ist. Wir hatten noch keinen Einkommensnachweis. Wir hatten nur einen unterschriebenen Plattenvertrag, was weder hieß, dass uns jeder kannte, noch dass sofort Geld floss. Deswegen brauchten wir die Bürgschaft unserer Eltern. Das mit meiner Wohnung hat dann auch geklappt, aber bei den Jungs – damals mit Nieten, zerrissenen Hosen und langen Haaren – funktionierte es nicht. Und da wir keine Zeit hatten, habe ich ihnen angeboten, ihren Kram bei mir reinzupacken, und dann musste das halt mal gehen für ein Jahr. Das war das Jahr, in dem unsere Platte rauskam und wir enorm viel unterwegs waren. Letztendlich war es eine gute Erfahrung, wobei wir alle froh waren, als das Jahr dann vorbei war.

Also keinen Tag länger?

Kloß: Wir haben auf 35 Qu...

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