Silber: Es brodelt unter der Oberfläche

Markus Bußler
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Silber: Es brodelt unter der Oberfläche

Auf den ersten Blick kann man dem Silber-Chart nicht viel Positives abgewinnen. Das Edelmetall befindet sich seit Wochen in einer engen Handelsspanne. Von Dynamik fehlt jede Spur. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Und zwar gewaltig. An den Terminmärkten hat sich eine einmalige Konstellation gebildet. Naht ein Short-Squeeze?

Charttechnisch im Niemandsland – so könnte man die Situation bei Silber beschreiben. Bei den Investoren spielt der kleine Bruder von Gold praktisch keine Rolle mehr. Doch ein Blick auf die Positionierung der großen Spieler an den Terminmärkten zeigt: Wir haben eine Konstellation, die wir in diesem Extrem noch nie gesehen haben.

Positionierung extrem

Die Commercials haben ihre Netto-Shortposition so deutlich reduziert wie noch nie zuvor in der Geschichte. Sie sind unterm Strich nur noch mit 2.637 Kontrakten short auf den Silberpreis. Im Gegenzug sind die großen Spekulanten, also die Hedge Fonds, netto auf die Shortseite gewechselt. Mittlerweile liegt die Netto-Shortposition der Spekulanten bei 16.965 Kontrakten. Offensichtlich gehen die Hedge Fonds also von einem weiter fallenden Silberpreis aus – traditionell sind sie netto long auf den Silberpreis.

Der eine oder andere mag ob dieser Positionierung die Hände über den Kopf zusammenschlagen und geneigt sein, die Flucht zu ergreifen. Doch dabei sollte man bedenken: Die Spekulanten sind in der Vergangenheit regelmäßig auf dem falschen Fuß erwischt worden. Und so ist es aus heutiger Sicht nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem Short-Squeeze bei den Spekulanten kommt. Alles was fehlt, ist ein charttechnisches Signal.