Silber bei der Heim-WM: Loch am Königssee geschlagen

SID
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Deutschlands Vorzeigerodler Felix Loch (Berchtesgaden) hat ausgerechnet bei seiner Heim-WM die erste Saisonniederlage kassiert. Am Königssee musste sich der 31-Jährige am Samstag völlig überraschend dem Russen Roman Repilow geschlagen geben. Im bisherigen Winter hatte Loch sämtliche acht Weltcups für sich entschieden und damit Historisches geschafft.

Am Samstag deutete sich aber schon im ersten Lauf an, dass es ausgerechnet auf der Hausbahn im Berchtesgadener Land eng werden würde. Loch führte trotz eines nicht völlig sauberen Durchgangs, allerdings mit lediglich zwei Tausendstelsekunden Vorsprung auf Repilow. Im entscheidenden Lauf machte der Russe diesen wett.

Loch bleibt damit weiter ohne Sieg an diesem WM-Wochenende, schon am Freitag war er im Sprint nur Vierter geworden. Der nicht-olympische Wettbewerb, der in nur einem Lauf und zudem auf verkürzter Strecke gewertet wird, war in der bisherigen Saison allerdings nicht Lochs Paradedisziplin: Von drei Weltcup-Sprints gewann er einen. Im klassischen Modus über zwei Läufe kam bislang aber kein Rodler an Loch heran - Repilow war am Samstag der erste.

Olympiasieger David Gleirscher aus Österreich wurde Dritter, Max Langenhan (Friedrichroda) verpasste als Vierter eine WM-Medaille knapp. Der Olympia-Dritte Johannes Ludwig (Oberhof) wurde Fünfter, Mitfavorit Dominik Fischnaller (Italien) stürzte im ersten Lauf und schied aus.

Lochs überraschend starke Saison hat damit nun doch einen kleinen Makel. Der erfolgreichste Rodler des vergangenen Jahrzehnts hatte seit 2016 ungewöhnlich viele Niederlagen kassiert, in diesem Winter dominierte er die Konkurrenz aber wieder - ließ seine Serie nun im wichtigsten Rennen des Winters allerdings reißen. Er verpasste damit auch die große Chance, sich zum alleinigen Rekord-Weltmeister aufzuschwingen. Mit sechs Titeln teilt er sich diesen Status weiterhin mit Italiens Ikone Armin Zöggeler.