Heynckes singt Loblied auf Hector und Horn

Florian Plettenberg
Jonas Hector und Timo Horn verlängerten trotz des Abstiegs des 1. FC Köln ihre Verträge

Trotz des Abstiegs haben zwei Köln-Stars ein starkes Zeichen gesetzt! Nationalspieler Jonas Hector (bis 2023) und Torhüter Timo Horn (bis 2023) verlängerten ihre Verträge, verzichteten auf ihre Ausstiegsklauseln und bleiben den Geißböcken auch in der 2. Bundesliga erhalten.

Eine Entscheidung, die Jupp Heynckes ins Schwärmen geraten lässt. "Nach Toren wird ja immer wieder auf das Emblem gezeigt. Aber das ist ein Signal, da wird eine Verbundenheit zu dem Klub signalisiert. Das finde ich großartig und das zeigt mir, dass der Fußball nicht nur in die falsche Richtung geht", sagte der Bayern-Trainer vor dem Duell mit dem Bundesliga-Schlusslicht (ab 15.30 Uhr im LIVETICKER).

Heynckes zieht Parallele zu Buffon

Heynckes zog sogar eine Parallele zu Juventus Turin. Der italienische Rekordmeister musste 2006 in die Serie B zwangsabsteigen, in Folge ihrer Beteiligung an den landesweiten Manipulationsskandalen in den Spielzeiten 2004/05 und 2005/06. Statt zu wechseln, blieben Stars wie Gianluigi Buffon und Alessandro Del Piero der "Alten Dame" erhalten.

"Gigi Buffon hat danach klar artikuliert, dass er dem Klub treu bleibt und versucht, mit der Mannschaft wieder aufzusteigen. Er ist immer ein Welttorwart gewesen, aber jetzt ist er eine Ikone im italienischen Fußball", sagte Heynckes.


Auch Höger und Risse bekennen sich zu Köln

Eine ähnliche Glorifizierung traut er jetzt auch den Kölner Spielern zu: "Das ist das, was Jonas Hector und andere Spieler, die nachziehen, in Köln zeigen. Das ist ein Signal für etwas mehr Moral und etwas mehr Zugehörigkeitsgefühl zum Klub."

Neben Hector und Horn haben auch die Kölner Marco Höger und Marcel Risse versichert, in der kommenden Saison beim FC zu bleiben.

Dass Heynckes mit seiner Ikonen-Vorhersage Recht behalten dürfte, bewies einst auch der Verbleib von Lukas Podolski. 2004 blieb der Publikumsliebling dem FC nach dem Abstieg ebenfalls treu und verhalf den Rheinländern maßgeblich zum Wiederaufstieg. Noch heute ist Podolski in Köln ein Held.