Last-Minute-Bock! Debütant Sievers kostet FCK den Punkt

Ersatzmann Jan-Ole Sievers griff gegen Heidenheim in der Nachspielzeit daneben

Ein krasser Fehler von Ersatz-Torhüter Jan-Ole Sievers hat den Absturz des 1. FC Kaiserslautern in die Drittklassigkeit beschleunigt.

Der Keeper boxte sich beim 2:3 (0:0) beim 1. FC Heidenheim in der Nachspielzeit nach einem Freistoß von Marc Schnatterer aus fast 30 Metern den Ball ins eigene Tor (90.+1). (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Sievers war in der 23. Spielminute für Stammkraft Marius Müller eingewechselt worden, der sich bei einer Parade verletzt hatte, und feierte damit seine Premiere in der 2. Bundesliga. Der 22-Jährige hatte zuvor erst einmal im DFB-Pokal das Tor der roten Teufel gehütet. 

Die Pfälzer hatten zuvor in Unterzahl durch den Ausgleichstreffer des Australiers Brandon Borrello (80.) neue Hoffnung geschöpft. Als Tabellenletzer liegt Kaiserslautern nach nur einem Sieg in den vergangenen sieben Spielen sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Strasser: "Alles läuft gegen einen"

"Manchmal fragt man sich, warum man das verdient hat. In unserer Situation hat man das Gefühl, alles läuft gegen einen. Wir zeigen Moral und bekommen trotzdem so einen Genickschlag", haderte FCK-Trainer Jeff Strasser bei Sky.

"Ich habe den Ball gut getroffen, er hat schon ein bisschen angefangen zu flattern", schätzte Siegtorschütze Schnatterer die entscheidende Situation ein.

"Es ist nicht so einfach, den Ball fest zu halten", nahm Heidenheims Kapitän Debütant Sievers beinahe in Schutz.

Spalvis steht im Mittelpunkt

Zuvor hatte Lukas Spalvis im Mittelpunkt gestanden: Erst glich der Mittelfeldspieler nur eine Minute nach dem Rückstand durch Mathias Wittek (56.) für den FCK zum 1:1 aus (57.).


Dann aber verursachte der Litauer mit einem Foul an Arne Feick einen Elfmeter. Anschließend verpasste er seinem Gegenspieler einen Kopfstoß und sah die Rote Karte (66.). Den Foulelfmeter verwandelte Schnatterer zum Heidenheimer 2:1 (67.).

Die Gastgeber, mittlerweile seit fünf Spielen ungeschlagen, kletterten mit 21 Punkten auf den achten Tabellenplatz. Für Kaiserslautern wird die Lage am Tabellenende immer hoffnungsloser.