Siemens: Zweifel bei Alstom – jetzt zählt es!

Maximilian Völkl
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Siemens: Zweifel bei Alstom – jetzt zählt es!

Im schwachen Marktumfeld ist in den vergangenen Tagen auch die Siemens-Aktie deutlich unter Druck geraten. Zudem meldet der europäische Betriebsrat von Alstom Zweifel an der Fusion der Zugsparte mit dem französischen Wettbewerber an. Die Aktie steht nun an einer wichtigen Chartmarke.

In Paris haben lediglich zwei der 13 Gewerkschaftsvertreter aus verschiedenen Ländern für den Zusammenschluss der Zuggeschäfte von Alstom und Siemens gestimmt. Fünf seien dagegen gewesen, sechs hätten sich enthalten, so Daniel Dreger von der Gewerkschaft CGT zur Deutschen Presse-Agentur. Das Vortum hat allerdings keine Auswirkungen auf den Deal, es war lediglich formal notwendig.

In Frankreich ist die Verunsicherung hoch, da Jobverluste befürchtet werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass außereuropäische Konkurrenten leichtes Spiel bekommen, da es innerhalb Europas nur noch einen Branchenriesen gäbe. Für alternative Angebote müssten Kunden zum Beispiel auf chinesische Anbieter zurückgreifen.

Spannendes Chartbild

Durch den Kurssturz an den Märkten hat sich auch das Chartbild bei Siemens wieder eingetrübt. Inzwischen notiert die Aktie knapp unterhalb der 110-Euro-Marke. Wichtig ist aber, dass die Unterstützung im Bereich von 108 Euro gehalten hat. Sollte der Druck durch den schwachen Gesamtmarkt abnehmen, könnte damit die erneute Trendwende beginnen.

Dabeibleiben

Trotz der jüngsten Verluste: Die Siemens-Aktie bleibt aussichtsreich. Durch die Zugfusion und den anstehenden Börsengang der Medizintechniktochter Healthineers kommt neue Fantasie in die Aktie. Zudem sorgt die Digitale Fabrik für viel Potenzial in der Zukunft mit der Industrie 4.0. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment. Anleger halten an den Papieren fest.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.