Siemens: Die Zukunft beginnt jetzt

Maximilian Völkl
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Siemens: Die Zukunft beginnt jetzt

Digitalisierung und Industrieautomation spielen bei Siemens eine immer wichtigere Rolle. Dank der starken Position für die potenziellen Megatrends hat der Industriekonzern den ewigen Wettbewerber General Electric zuletzt abgehängt. Die Herausforderungen für Konzernchef Joe Kaeser bleiben aber groß.

Die Industrie 4.0 mit ihren vernetzten Maschinen ist ein kommender Milliardenmarkt. Mit der Cloud-Plattform Mindsphere und den Simatic-Automatisierungssystemen will sich Siemens ein großes Stück vom Kuchen abschneiden. Die Chancen dafür stehen gut. Im Industriebereich ist Siemens bereits heute Weltmarktführer. 30 Millionen Simatic-Systeme sind verbaut, zudem kann Siemens als Einziger die gesamte Industrie-4.0-Kette abdecken. Mit dem Start von Mindsphere soll das Angebot künftig noch besser werden – die Anbindung von Maschinen an das Internet sowie das Sammeln und Analysieren von Daten sind der nächste große Schritt im Digitalisierungsprozess.

Der Umbau bei Siemens kann allerdings nur funktionieren, wenn auch die Mitarbeiter mitziehen. Das Problem: Durch die angekündigten Sparmaßnahmen in der Kraftwerksparte sind diese aktuell nicht gut zu sprechen auf das Management rund um CEO Kaeser. Nach wie vor ist nicht bekannt, wie viel Standorte letztlich geschlossen werden und wie viele Mitarbeiter gehen müssen. In der Vergangenheit hat sich Siemens stets auf einen für beide Seiten vertretbaren Konsens mit den Mitarbeitern geeinigt. Das wird auch jetzt wieder entscheidend sein, um GE auch in Zukunft in Schach halten zu können.

Basisinvestment

Siemens ist gut gerüstet für die Zukunft. Kaesers Strategie, den einzelnen Geschäftsbereichen mehr Eigenständigkeit zuzugestehen, dürfte aufgehen. Zudem laufen die Gewinnmaschinen Digital Factoy und Healthineers glänzend. Siemens bleibt ein Basisinvestment. Auch Neueinsteiger können nach wie vor zugreifen.