Siemens zahlt Beschäftigten weltweit bis zu 1000 Euro Corona-Prämie

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Siemens-Zentrale in München
Siemens-Zentrale in München

Bis zu 1000 Euro für jeden Mitarbeiter: Der Vorstand des Siemens-Konzerns hat angesichts der Coronavirus-Pandemie eine weltweite Sonderzahlung an alle Mitarbeiter mit Ausnahme des oberen Managements beschlossen. Insgesamt sollen dafür rund 200 Millionen Euro fließen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit sollten "die außerordentlichen Leistungen der Beschäftigten in der Pandemie honoriert" werden.

In der Corona-Krise hatte der Industriekonzern für das Quartal von April bis Juni einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen, der allerdings verhältnismäßig leicht ausfiel. Der Konzernumsatz war mit 13,5 Milliarden Euro fünf Prozent geringer als im Vorjahresquartal; der Nettogewinn ging demnach zwar um rund die Hälfte zurück - dennoch verzeichnete Siemens ein Quartalsplus von 535 Millionen Euro.

"Die vergangenen Monate waren auch für unser Unternehmen eine gewaltige Herausforderung, die wir zusammen vergleichsweise gut gemeistert haben", erklärte Siemens-Chef Joe Kaeser. "Mit dieser einmaligen Sonderzahlung unterstreicht der Vorstand seine Wertschätzung für die außerordentlichen Leistungen und den Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen unter schwierigsten Bedingungen", fügte er hinzu.

Die Corona-Sonderprämie soll nach Konzernangaben nun "zeitnah" ausgezahlt und "dort, wo es möglich ist, noch im laufenden Kalenderjahr an alle berechtigten Mitarbeiter ausgegeben werden". Je nach Land soll der Betrag dabei auf Grundlage eines Kaufkraft-Indexes der Weltbank angepasst werden. Ende des vergangenen Geschäftsjahres 2019 beschäftige Siemens weltweit rund 385.000 Mitarbeiter. 

jm/muk