Siemens: Das lohnt sich noch nicht

Maximilian Völkl
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Siemens: Das lohnt sich noch nicht

Es bleibt spannend bei Siemens. Die Aktie des Industriekonzerns befindet sich nach wie vor im Abwärtstrend. Enttäuschende Nachrichten gab es nun von der neuen Windkrafttochter. Siemens Gamesa hat ein schwaches erstes eigenständiges Quartal hinter sich. Gut lief es dagegen beim Wettbewerber Schneider Electric.

Wegen eines schwächelnden Absatzes musste Siemens Gamesa - an der Tochter hält Siemens noch 59 Prozent - im abgelaufenen Quartal einen Umsatzrückgang und einen Gewinneinbruch hinnehmen. Die Erlöse sanken gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent auf 2,69 Milliarden Euro. Der operative Gewinn knickte sogar um 21 Prozent auf 211 Millionen Euro ein. Positiv dagegen: Die geplanten Einsparungen aus dem Zusammenschluss sollen schon innerhalb von drei Jahren erreicht werden – ein Jahr früher als geplant. Zudem ist das angepeilte Volumen von 230 Millionen Euro inzwischen lediglich das Minimalziel.

Gut lief es im ersten Halbjahr hingegen für den französischen Industriekonzern Schneider Electric. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz um 3,7 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn kletterte sogar um 18,4 Prozent auf 958 Millionen Euro. Gut: Der Konzern erwartet, dass das Marktumfeld weiterhin freundlich bleibt. Schneider Electric kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm über rund eine Milliarde Euro bis Juni 2019 an.

Impulse benötigt

Schlechte Zahlen der Tochter, gute Zahlen vom Wettbewerber: Eine klare Richtung für die Siemens-Aktie lässt sich daraus nicht erkennen. Neue Impulse könnten die eigenen Quartalszahlen am 3. August bringen. Langfristig schaut es vor allem dank der glänzenden Position im Bereich der Industrie 4.0 ohnehin gut aus. Neueinsteiger können die Trendwende abwarten. Investierte Anleger bleiben an Bord und beachten den Stopp bei 100 Euro.