Siemens: Konkrete Pläne – so könnte die Fusion klappen

Maximilian Völkl
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Siemens: Der nächste Meilenstein

Es ist in den vergangenen Wochen etwas ruhiger geworden um Siemens. Anleger warten gespannt auf Neuigkeiten zu den Abspaltungsplänen von CEO Joe Kaeser. Beim Börsengang der Medizintechniktochter Healthineers gibt es noch keine neuen Informationen, dafür wird die Zugfusion mit Bombardier konkreter.

Am heutigen Donnerstag tagt der Aufsichtsrat von Bombardier Transportation in Deutschland. Dieser soll über eine Neuausrichtung der angeschlagenen Zugsparte von Bombardier entscheiden. Neben einem möglichen Stellenabbau dürfte dabei auch das Thema einer Fusion mit Siemens erneut aufkochen. Der deutsche Rivale generiert trotz weniger Mitarbeiter mehr Erlöse und war mit 8,7 Prozent operativer Marge deutlich profitabler – Bombardier kam auf 7,4 Prozent EBIT-Marge.

Inzwischen wurde auch bekannt, wie die Pläne für eine Fusion konkret aussehen könnten. Geprüft wird demnach aktuell die Gründung von zwei Gemeinschaftsunternehmen. Bombardier würde den Bau von Zügen kontrollieren, während die Signaltechnik unter der Führung von Siemens stehen würde. Laut Kreisen sei eine Entscheidung aber noch nicht gefallen.

Siemens weiter attraktiv

Offen bleibt nach wie vor, ob die Kartellbehörden eine Fusion überhaupt billigen würden. In Europa wäre die Marktmacht des Fusionsunternehmens enorm groß. Anleger müssen sich aber keine Sorgen machen. Kommt es zum Zusammenschluss, dürfte die Aktie profitieren. Wenn nicht, sollte der Kurs aber ebenfalls weiter steigen. Vor allem die starke Position beim Megatrend Industrie 4.0 verleiht dem DAX-Titel viel Fantasie. Langfristig orientierte Anleger können weiter zugreifen.