Siemens Healthineers: Medizin für die Börse - das Vorbild heißt Covestro

Maximilian Völkl
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Siemens Healthineers: Die Zahlen werden gut

Der Börsengang ist geglückt. Eigenständig soll Siemens Healthineers künftig besseren Zugang zum Kapitalmarkt bekommen und sich bietende Wachstumschancen somit besser nutzen können. Die Vergangenheit lehrt: Börsengänge von Tochterunternehmen waren häufig von Erfolg gekrönt. Covestro ist ein Musterbeispiel.

Bayer hatte sein Kunststoffgeschäft 2015 abgespalten und die Beteiligung in den folgenden Monaten und Jahren immer wieder verringert. Der Begeisterung an der Börse tat dies keinen Abbruch. Innerhalb von zweieinhalb Jahren hat sich der Covestro-Kurs verdreifacht und die Aktie wurde Anfang dieser Woche sogar in den DAX aufgenommen. Auch Siemens Healthineers gilt als künftiger DAX-Kandidat.

Dazu wäre es nötig, dass die Mutter Siemens sich im Zeitverlauf von weiteren Anteilen trennt. Ein solcher Schritt gilt aber als durchaus wahrscheinlich, auch wenn Konzernchef Joe Kaeser angekündigt hat, die Mehrheit an der Medizintechnik behalten zu wollen. Siemens hat in der Vergangenheit selbst beispielsweise bei Osram bereits bewiesen, wie erfolgreich Börsengänge von einzelnen Sparten verlaufen können.

Kaufgelegenheit

Die Bewertung von Healthineers ist moderat, der Konzern ist stark positioniert und erwirtschaftet in einem Wachstumsmarkt hohe Margen. Gelingt auch im Problemfeld Labordiagnostik der Durchbruch, sind deutlich höhere Kurse drin. Anleger sollten zugreifen. Der Stopp liegt bei 24,50 Euro.

Dieser Text ist ein Ausschnitt einer ausführlichen Story über den Börsengang von Siemens Healthineers, die in DER AKTIONÄR 13/18 erschienen ist. Mehr über den Medizintechnikkonzern und wie Börsenexperten welche Aktien Experten wie Hans A. Bernecker oder Max Otte jetzt kaufen würden, erfahren Sie hier.