Siemens Gamesa vergrößert Nettoverlust - Prognose bleibt ausgesetzt

ZAMUDIO (dpa-AFX) - Der Windanlagenbauer Siemens Gamesa <ES0143416115> ist im zweiten Quartal noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. In den Monaten Januar bis März stieg der Fehlbetrag unter dem Strich auf 377 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage endgültiger Zahlen in Zamudio mitteilte. Im Vorjahr hatte sich der Nettoverlust auf 66 Millionen Euro belaufen. Lieferkettenprobleme, hohe Kosten sowie anhaltenden Probleme mit ihrer neuen Land-Turbine belasteten die Tochter des Münchner Energietechnikkonzerns Siemens Energy <DE000ENER6Y0>.

Der Auftragseingang sank im zweiten Quartal von 5,5 Milliarden auf 1,2 Milliarden Euro. Der Grund war ein deutlich schwächeres Geschäft mit Windturbinen an Land. Dies war auf längere und Neuverhandlungen von Projekten auch infolge der steigenden Kosten zurückzuführen, wie es hieß. Zudem geht Siemens Gamesa selektiver bei der Annahme von Aufträgen um. Aber auch das Geschäft mit Windturbine auf See verlief deutlich schlechter, was das Unternehmen neben Lieferkettenstörungen auch mit in der Branche üblichen Schwankungen begründete.

Siemens Gamesa hatte bereits Ende April vorläufige Zahlen vorgelegt, die deutlich schlechter ausfielen als erwartet. Die Prognose setzte das Unternehmen aus und will sie überprüfen.

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