Siemens: Gamesa macht Mut – endlich!

Maximilian Völkl
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Siemens-Windkraft-Tochter Gamesa mit Umsatzeinbruch – und nun?

Im vergangenen Jahr hat Siemens seine Windkrafttochter mit dem spanischen Wettbewerber Gamesa zusammengeschlossen. Nach wie vor hält der Industriekonzern die Mehrheit an dem Fusionsunternehmen. Nachdem die Kursentwicklung 2017 sehr enttäuschend war, kommen nun endlich gute Nachrichten von der Tochter.

Am Donnerstag legt die Aktie von Siemens Gamesa deutlich zu, nachdem Konzernchef Markus Tacke angekündigt hat, die Profitabilität steigern zu wollen. In der von hohem Konkurrenzdruck gekennzeichneten Branche will das Unternehmen bei den Kunden mit sinkenden Kosten punkten. Eine einheitliche Technologieplattform soll dazu Kostenvorteile bei Herstellung und Betrieb liefern. Verbesserungen bei der Beschaffung, der Technologie und der Fertigung sollen die Kosten senken.

Bis 2020 will Gamesa zwei Milliarden Euro einsparen – 400 Millionen Euro davon durch höhere Synergien. So soll auch die Profitabilität wieder steigen. Nach einer operativen Marge von 7,1 Prozent im vergangenen Geschäftsjahr wird 2020 ein Zielwert von acht bis zehn Prozent angepeilt. Ab 2018 soll auch das Nettoergebnis wieder positiv ausfallen, nachdem der Windanlagenbauer zuletzt zweimal in Folge rote Zahlen geschrieben hat.

Siemens bleibt Basisinvestment

Es sind gute Nachrichten für Siemens, dass bei der Windtochter an den richtigen Schrauben gedreht wird. Für einen Neueinstieg bei der Tochter ist es in der umkämpften Branche zwar noch zu früh. Die Mutter bleibt aber ein Basisinvestment. Anleger geben beim DAX-Konzern kein Stück aus der Hand, sollten aber den Stopp bei 100 Euro beachten.