Siemens: Favorit Deutschland – Healthineers-IPO wird konkret

Maximilian Völkl
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Siemens: Healthineers-IPO – Die Katze ist aus dem Sack

Der Börsengang der Siemens-Tochter Healthineers rückt näher. Im ersten Halbjahr 2018 will der Industriekonzern das Medizintechnikgeschäft per IPO in die Eigenständigkeit entlassen. Am heutigen Mittwoch wird in einer Aufsichtsratssitzung entschieden, wo Healthineers gelistet wird. Frankfurt kristallisiert sich dabei als Favorit heraus.

Insider sagten der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Chancen für Frankfurt nicht schlecht seien. Noch stehe der finale Beschluss aber aus. Ursprünglich hatte der für Healthineers zuständige Siemens-Vorstand Michael Sen auch mit einem Börsengang in New York geliebäugelt. Die meisten Wettbewerber des Konzerns sind dort gelistet. Ein IPO in London kam wegen des geplanten Brexits dagegen nicht in Frage.

Healthineers könnte der größte Börsengang an der Deutschen Börse seit der Deutschen Telekom werden. Die Sparte dürfte mit bis zu 40 Milliarden Euro bewertet sein. Voraussichtlich will Siemens im ersten Schritt 15 bis 25 Prozent der Anteile an die Börse bringen – das entspräche einem Volumen von etwa sechs bis zehn Milliarden Euro. Healthineers könnte damit künftig sogar zum DAX-Kandidaten werden, wenn Siemens den Anteil noch reduziert.

Es geht voran

Siemens treibt die Restrukturierung voran. Der Börsengang von Healthineers dürfte Werte schaffen und ist der nächste Schritt auf dem Weg vom Konglomerat zum flexibleren Flottenverband. Die Aktie sollte davon ebenfalls profitieren und wieder den Weg nach oben einschlagen. Anleger können auf dem aktuellen Niveau nach wie vor zugreifen.