Siemens erwägt bei Jobabbau Verlagerung von Aufgaben

dpa-AFX

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Elektrokonzern Siemens prüft beim geplanten Stellenabbau in der Kraftwerkssparte auch die Verlagerung von Aufgaben an Standorte in strukturschwachen Regionen. Am Ende des Tages werde es darauf ankommen, eine gewisse Solidarität zwischen allen Beteiligten zu schaffen, hieß es am Montagabend aus Konzernkreisen. Hintergrund sind die befürchteten drastischen Einschnitte in der Kraftwerkssparte Power & Gas. Auch bei den Aktionären wolle man dafür werben, beim Drang nach Profitabilität etwas nachzugeben, hieß es aus den Firmenkreisen.

In der Kraftwerkssparte sowie im Geschäftsfeld Prozessindustrie und Antriebe will Siemens wohl mehrere tausend Jobs streichen. Auch Standortschließungen werden befürchtet, so etwa für eine Fabrik im sächsischen Görlitz. Mitte November sollen die Pläne mit den Arbeitnehmervertretern im Wirtschaftsausschuss besprochen werden, wie Siemens-Personalchefin in der vergangenen Woche der Deutschen Presse-Agentur gesagt hatte. Power & Gas leidet auch angesichts des Booms für erneuerbare Energien unter einem Nachfrageschwund bei großen Gasturbinen mit Preisdruck und Überkapazitäten.