Siemens-Chef Kaeser wirbt für Fusion mit französischem Zughersteller Alstom

Nach Protesten in Frankreich hat Siemens-Chef Joe Kaeser für die geplante Fusion mit dem französischen Zughersteller Alstom geworben. "Siemens Alstom wird ein französisches Unternehmen sein", sagte Kaeser der Zeitung "Le Figaro"

Nach Protesten und Arbeitsniederlegungen in Frankreich hat Siemens-Chef Joe Kaeser für die geplante Fusion mit dem französischen Zughersteller Alstom geworben. "Siemens Alstom wird ein französisches Unternehmen sein", sagte Kaeser der Zeitung "Le Figaro" vom Freitag. Das Unternehmen werde seinen Sitz in Frankreich haben, an der französischen Börse notiert sein und einen "sehr kompetenten französischen Chef" haben.

Der ICE-Hersteller Siemens und der französische TGV-Hersteller Alstom hatten den geplanten Zusammenschluss ihrer Zugsparten im September bekanntgegeben. Siemens soll mit einem Anteil von 50,5 Prozent am Alstom-Kapital neuer Haupteigner werden. Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge soll den Zusammenschluss führen.

Siemens hat eine Beschäftigungsgarantie für die französischen Standorte abgegeben, die aber auf vier Jahre befristet ist. Die französischen Gewerkschaften fürchten daher mittelfristig einen Verlust von Arbeitsplätzen. Sie kritisieren zudem, dass jährliche Einsparungen von rund 470 Millionen Euro geplant sind.

Wenn die Wettbewerbsbehörden zustimmen, ist der Abschluss der Fusion für Ende 2018 geplant. Der neue Konzern Siemens Alstom wäre nach Volumen der zweitgrößte Bahnbauer weltweit und der größte Hersteller von Signaltechnik.