U21 auf EM-Kurs - Amiri bei Tätlichkeit im Glück

Eduard Löwen brachte Deutschland in Führung

Die deutsche U21-Nationalmannschaft steuert weiter klar auf EM-Kurs. Das Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz bezwang Israel in Braunschweig verdient mit 3:0 (2:0) und feierte den fünften Sieg im sechsten Qualifikationsspiel für die Endrunde 2019.

Eduard Löwen vom 1. FC Nürnberg (11.), der Neu-Schalker Cedric Teuchert (26.) und Levin Öztunali (88.) per Foulelfmeter trafen im ersten Auftritt des Jahres für den Europameister. 

"Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, spielerisch hatten wir noch ein bisschen Luft nach oben", sagte Kuntz bei Eurosport: "Wir haben aber defensiv sehr, sehr gut gestanden. Das hat mir richtig gut gefallen."

Mit 15 Punkten liegt das DFB-Team weiter deutlich vor Irland (10), das ein Spiel weniger absolviert hat. Der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für das Turnier in Italien und San Marino (DATENCENTER: Die Tabelle).

Premierentor für Löwen

Vor 6071 Zuschauern bestimmte die DFB-Elf von Beginn an das Geschehen. Zwar musste Torhüter Alexander Nübel (Schalke 04) zunächst einen Fernschuss parieren (3.), danach entwickelte sich aber ein einseitiges Spiel.

Gleich die erste Chance brachte die Führung: Nach einer Ecke von Nadiem Amiri (1899 Hoffenheim) durfte Löwen ungehindert einköpfen, für den 21-Jährigen war es das erste Tor im U21-Trikot.

Mit den vier Europameistern Amiri, Waldemar Anton (Hannover 96), Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund) und Öztunali (Mainz 05) ließ das Kuntz-Team anschließend den Ball nach Belieben laufen. Israel zog sich mit einer Fünferkette weit zurück, war aber nahezu chancenlos.

Beim zweiten Tor steckte Dahoud auf Teuchert durch, der gekonnt vollendete. Teuchert war erst im Winter aus Nürnberg nach Schalke gewechselt, wo er noch ohne Bundesliga-Minute ist.

Amiri bei Tätlichkeit im Glück

Amiri hatte wenig später Glück, als er nach einem Stoß in den Bauch seines Gegenspielers Amit Bitton mit der Gelben Karte davonkam.

Nach seiner vermeintlichen Tätlichkeit kam es zu einer ausufernden Rudelbildung, die für eine minutenlange Zwangspause sorgte.

"Solche Situationen sind völlig unnötig. Das bringt uns eher aus dem Spiel", sagte Joti Chatzialexiou, neuer Sportlicher Leiter Nationalmannschaften beim DFB, in der Pause bei Eurosport

Im zweiten Durchgang schaltete Deutschland einen Gang zurück, hatte aber alles im Griff. Einziges Manko war die Chancenauswertung: Dahoud (54./70.) hatte gleich zweimal das dritte Tor auf dem Fuß. Dieses gelang Öztunali schließlich vom Punkt nach einem Foul an Maximilian Eggestein.

Kaum noch gefordert wurde Schlussmann Nübel, der den Vorzug vor Florian Müller erhalten hatte. Der Mainzer wird dafür am Dienstag im Kosovo zwischen den Pfosten stehen, wenn das DFB-Team den nächsten großen Schritt in Richtung EM-Teilnahme machen kann.