Sieg für die Stimmung: Hoffenheim gewinnt in Augsburg

Sieg für die Stimmung: Hoffenheim gewinnt in Augsburg

Trainer Julian Nagelsmann hat mit 1899 Hoffenheim nach einer turbulenten Woche einen Stimmungsumschwung eingeleitet. Der Fußball-Bundesligist gewann in einem durchschnittlichen Spiel verdient mit 2:0 (1:0) beim FC Augsburg und holte nach zuvor nur einem Erfolg aus acht Begegnungen wieder einen Sieg. Der FCA dagegen hat seit vier Spielen nicht gewonnen und verlor das zweite Heimspiel in Folge.
Der Kroate Andrej Kramaric, der gerade wie am Fließband trifft, ebnete in der 30. Minute mit einem platzierten Kopfball den Weg zum Dreier, der Hoffenheim wieder näher an die Europacupplätze bringt. Das 2:0 von Serge Gnabry (50.) legte Kramaric auf. Nach der Trennung von Sport-Geschäftsführer Hansi Flick zu Beginn der Woche und atmosphärischen Störungen mit den eigenen Fans war der Erfolg auch für das Binnenklima wichtig.
Die Anfangsphase wurde vor 27.100 Zuschauern bestimmt von zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten, aber etwas mehr Struktur hatte da bereits die Nagelsmann-Elf in ihren Aktionen. In der auch fortan eher zerfahrenen Begegnung hatte Kramaric (17.) schon vor seinem Führungstreffer die erste gute Möglichkeit.
Hoffenheim blieb das bessere Team, dem FCA fiel mit seinem praktisch letzten Aufgebot kaum Kreatives ein. Die Schwaben konnten die zahlreichen Ausfälle nicht ausgleichen. Besonders auf der rechten Defensivseite ist die Elf von Trainer Manuel Baum dezimiert. Nach dem Saison-Aus für Raphael Framberger (Sprunggelenk) und der schon vor Wochen erfolgten Suspendierung von Daniel Opare war Jonathan Schmid die Notlösung.
Die dünne Personaldecke verhalf dem 20-jährigen Kilian Jakob, der auf der linken Offensivseite den gesperrten Caiuby ersetzte, zu seinem Bundesligadebüt. "Wir werden elf gute Spieler auf den Platz bekommen", hatte Baum zwar beteuert. Doch die Realität sah anders. Als Schmid (39.) patzte, hätte Lukas Rupp die Führung der Kraichgauer fast ausgebaut.
Im Duell zweier Teams aus dem Mittelfeld der Liga war Hoffenheim vor allem in der Offensive agiler als der Kontrahent. Mit dem beweglichen Kramaric, aber auch mit Serge Gnabry oder Rupp hatte die FCA-Defensive ihre liebe Mühe und Not.
Nach dem Wechsel behielt Hoffenheim seine Linie bei und wurde bei einem sehenswerten Konter über Duo Kramaric und Gnabry sofort belohnt. Augsburg suchte nach einem Weg zurück ins Spiel und riskierte mit der Einwechslung von Stürmer Sergio Cordova auch taktisch mehr. Die spielerischen Mittel aber waren bis in die Schlussphase hinein unzureichend.