Sieg für Frankreichs Umweltschützer - Regionalflughafen gekippt

"Nein zum Flughafen": Sieg für die Umweltschützer

Nach mehr als vier Jahrzehnte andauernden Protesten haben Umweltschützer in Frankreich das Aus für einen Regionalflughafen erwirkt. Die Regierung in Paris kippte am Mittwoch die Pläne zum Bau des Airports Notre-Dame-des-Landes in Westfrankreich, wie die Behörden in Nantes mitteilten. Der Flughafen ist zum Symbol für den Kampf der französischen Umweltbewegung geworden.

Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron zieht damit nach Angaben der Flughafengewerkschaft einen Schlussstrich unter einen jahrzehntelangen Streit. Viele Regionalpolitiker sind für den Neubau, da der alte Flughafen in Nantes als überlastet gilt. Auch bei einer Volksabstimmung im Juni 2016 sprach sich eine Mehrheit für den Bau aus.

Gegen das Vorhaben gibt es aber massiven Widerstand von Anwohnern und Umweltschützern. Aktivisten halten das Gelände seit Jahren besetzt. Ungeachtet der Entscheidung gegen den Bau will die Regierung die rund 400 Hektar große Zone räumen lassen. Dabei werden gewalttätige Auseinandersetzungen befürchtet. Der Regierung droht zudem eine hohe Ausfallzahlung an die Baugruppe Vinci. Die Rede ist von rund 350 Millionen Euro.

Einige der bekanntesten französischen Umweltschützer hatten sich gegen den Bau ausgesprochen: unter ihnen der heutige Umweltminister und frühere Fernsehmoderator Nicolas Hulot und der globalisierungskritische Europaabgeordnete José Bové.