Sieben Tote bei Hubschrauber-Absturz von Friedensmission auf Sinai-Halbinsel

·Lesedauer: 1 Min.
Blick auf Scharm-el-Scheich
Blick auf Scharm-el-Scheich

Beim Absturz eines Hubschraubers der internationalen Friedenstruppe MFO auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Fünf US-Bürger, ein Tscheche und ein Franzose seien bei dem Unglück gestorben, teilte die MFO am Donnerstag (Ortszeit) mit. Zur Zahl der Todesopfer hatte es zunächst widersprüchliche Angaben gegeben, zwischenzeitlich war von acht Toten die Rede gewesen. Ursache des Unglücks war offenbar ein technischer Defekt.

Ein US-Bürger überlebte den Absturz in der Nähe von Scharm-el-Scheich. Nach israelischen Armee-Angaben wurde der verletzte Mann zur medizinischen Behandlung in ein israelisches Krankenhaus gebracht.

Das Unglück ereignete sich nach MFO-Angaben während eines Routine-Einsatzes. Demnach deuteten erste Erkenntnisse daraufhin, dass der Absturz auf eine Ursache "mechanischer Natur" zurückzuführen sei. Eine "vollständige Untersuchung" des Vorfalls sei im Gange. Die tschechische Armee sprach von einem "technischen Defekt".

Wo sich das Unglück konkret ereignete, teilten die ägyptischen Behörden und die MFO auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht mit.

Im Online-Dienst Twitter sprach der gewählte US-Präsident Joe Biden sein "tiefes Beileid an die Angehörigen der Friedenstruppen" aus. Dem verletzten US-Bürger wünschte Biden eine schnelle Genesung.

Die Multilateral Force and Observers (MFO) wurde Anfang der 1980er Jahre mit der Sicherung des 1979 geschlossenen Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten beauftragt. Derzeit stehen etwas mehr als 1100 Soldaten im Dienst der UN-Mission.

hg/isd