Sieben Tote auf Farm in australischer Kleinstadt entdeckt

"Tragödie" in der Weinbauregion Margaret River

Auf einer Farm im Westen Australiens hat die Polizei sieben Leichen entdeckt. Nach Angaben von Polizeisprecher Chris Dawson waren unter den am Freitag in der Kleinstadt Osmington gefundenen Toten vier Kinder und drei Erwachsene. Am Ort der "Tragödie" hätten zwei Schusswaffen gelegen, zudem gebe es Hinweise auf Schussverletzungen. Ob es sich bei dem "schrecklichen Vorfall" um eine Familientragödie handelte, wollte Dawson zunächst nicht bestätigen.

Die Behörden hätten am frühen Morgen einen Anruf bekommen und seien daraufhin zu der Farm in der Nähe des berühmten Weinbaugebiets Margaret River gefahren. Am Tatort hätten die Beamten dann fünf Tote in einem Haus und zwei davor gefunden.

Polizisten und "weitere Spezialisten" würden in den kommenden Tagen die Hintergründe des Geschehens ermitteln, sagte Dawson. "Es wird eine sehr breit angelegte und detaillierte Untersuchung geben", kündigte er an. Die Beamten versuchten unter anderem, Kontakt mit "anderen Familienmitgliedern" aufzunehmen.

Offen blieb zunächst auch das Alter der toten Kinder. "Jeder Verlust eines Lebens ist tragisch, aber vier Kinder und drei Erwachsene, das ist eine bemerkenswerte Tragödie", sagte Dawson.

Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe allerdings nicht. Die Beamten fahndeten auch nicht nach einem möglichen Tatverdächtigen.

In der Nachbarschaft der Farm herrschte am Freitag Entsetzen. "Sie waren einfach so liebenswerte Leute", sagte Felicity Haynes dem australischen Fersehsender ABC. Sie wohnt in der Nähe in einem Anwesen. Der Vorfall sei "schockierend", zumal die Familie immer sehr um die Sicherheit besorgt gewesen sei.

Auch die Präsidentin des Bezirks, in dem die sieben Leichen gefunden wurden, zeigte sich betroffen. Das Ereignis habe "Schockwellen in der ganzen Gemeinde" ausgelöst, sagte Pamela Townsend örtlichen Medien. Alle Bewohner hätten zu den Toten auf irgendeine Art in Bezug gestanden.