Sieben Tipps, um Stress bei der Arbeit zu bewältigen

Man sollte ein paar Tricks parat haben, um Stress zu bewältigen. (Giphy)

Irgendwann erwischt es jeden einmal: Egal, ob es um bevorstehende Abgabetermine oder schwierige Aufgaben geht, oder man einfach nur zu viel zu erledigen hat.

Laut dem kanadischen Bericht „What’s Stressing the Stressed?“ (Was stresst die Gestressten?) von 2011 beschrieben 27 Prozent der kanadischen Angestellten ihre Tage als „ziemlich“ oder „extrem“ stressig, was nicht nur für den Arbeitsalltag problematisch ist, sondern sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Stress kann eine ganze Reihe von gesundheitlichen Problemen wie Kopfschmerzen, hohen Blutdruck, Herzprobleme, Diabetes, Hauterkrankungen, Asthma, Arthritis, Depressionen und Angstzustände verursachen.

Wir können also alle zustimmen, dass Stress nicht ideal ist. Aber Stress zu minimieren, kann eine Herausforderung sein und viele von uns wissen gar nicht, wo und wie sie damit anfangen sollen.

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Klar, Sie können einfach einen Antistressball nehmen, aber es gibt noch bessere Möglichkeiten.

Kelly McNelis, Gründerin von „Women for One“, sagt, dass es schnell zu viel werden kann, wenn man versucht, ein Gleichgewicht zwischen der Arbeit, dem Privatleben und allen anderen Verpflichtungen herzustellen. Aber es gibt Wege, um diese Balance zu finden. Und sie helfen uns dabei, mit den stressigen Momenten, wenn sie auftreten, besser umzugehen.

  1. Erkennen Sie, wenn Sie gestresst sind und sich überfordert fühlen

Das klingt zwar nicht besonders wichtig, aber Sie können nichts gegen Stress tun, wenn Sie nicht erkennen, dass Sie sich mitten in einer stressigen Situation befinden. Und das zu erkennen, ist nicht immer einfach.

„Für manche Menschen sind Überlastung und Angstzustände schon so etwas wie Alltag, anstatt etwas, das es zu vermeiden gilt“, sagt McNelis. „Ich weiß, dass ich mich, wenn ich völlig überfordert bin, abschotte und es alarmiert mich, wenn ich zu viel auf dem Tisch habe oder zu viele Erwartungen an mich selbst gestellt habe.

Gaaanz sicher sind Sie es. (Giphy)

„Viele von uns nehmen ihre Körper und Emotionen gar nicht mehr richtig wahr, deshalb sollte man sich angewöhnen, achtsamer zu sein und zu fragen: ,Wie fühle ich mich wirklich?’ statt auf Autopilot zu schalten“, so McNelis. „Wenn wir auf den wichtigsten Menschen in unserem Leben achten (uns selbst), dann wird es so viel leichter, zu erkennen, was wir zu einem bestimmten Zeitpunkt brauchen und dies können wir uns dann selbst bieten.“

  1. Sich selbst am wichtigsten nehmen

„Ich glaube fest daran, dass man seine eigene Sauerstoffmaske anlagen sollte, bevor man anderen hilft”, sagt McNelis. Während sie gesteht, dass es ihr nicht immer leicht fiel, herauszufinden, wie sie ihre Rollen als Frau, Mutter, Unternehmerin, Autorin und Frauenrechtlerin mit ihren eigenen Bedürfnissen in Einklang bringen sollte, sagt sie auch, dass sie diese Rollen besser ausfüllen kann, seit sie sich selbst klare Grenzen gesetzt hat. McNelis sagt, sie nehme sich auch viel Zeit für sich selbst, indem sie Spaziergänge macht oder ihr Handy ausschaltet, um nur für sich allein zu sein und sie gibt diesen Momenten Vorrang. Wenn Sie das Gefühl haben, Sie brauchen Anregungen, wie Sie sich Zeit für sich selbst nehmen können, dann reservieren Sie sich eine bestimmte Zeitdauer pro Tag, um zu meditieren, Sport zu machen, Tagebuch zu schreiben, ein Mittagsschläfchen zu machen oder alleine spazieren zu gehen.

  1. Den Alltag als Ganzes sehen

„Ich glaube, diese Grenzen, die die Leute zwischen ihrer Arbeitszeit und dem Rest ihres Lebens ziehen, sind irgendwie künstlich und nicht einhaltbar“, sagt McNelis. „Für mich ist es wichtiger, dass ich nicht an einen Punkt komme, an dem ich mich von einem Teil meines Lebens überfordert fühle.“ Wenn Sie zu den Personen gehören, die Ihr Leben gerne in Arbeit und Freizeit einteilen, aber das Gefühl haben, dass sich Stress aufbaut, dann könnte es an der Zeit sein, einen Schritt zurück zu machen und zu schauen, ob Sie nicht Ihren Stress generell reduzieren können – nicht nur in einem Lebensbereich.

Sie schaffen das. (Giphy)
  1. Prioritäten setzen

Wenn sich die Arbeit stapelt, ist es gut zu wissen, was zuerst erledigt werden muss und was ein wenig mehr Zeit hat. Und wenn Sie erst einmal herausgefunden haben, was das Wichtigste ist, dann sollten Sie sich nur darauf konzentrieren. McNelis empfiehlt, „einen Gang herunterzuschalten, kleine Schritte zu machen und sich auf eine Sache zu konzentrieren.“

  1. Bitten Sie um Hilfe

„Ich kenne viele Leute, vor allem Frauen, die ihre eigenen Bedürfnisse hintenan stellen, weil Sie versuchen, alles für jeden zu sein“, so McNelis. „Tun Sie das nicht! Lassen Sie Kollegen und Vorgesetzte wissen, was sie tun können, um Sie bei der Arbeit zu unterstützen.“ Aufgaben zu delegieren, kann schwierig sein, aber zu erkennen, dass man nicht alles allein machen muss, kann befreiend sein.

Sie brauchen Hilfe? Fragen Sie einfach! (Giphy)

Sie können sich auch an jemanden wenden, um Hilfe bei der Bewältigung der mentalen Belastung zu bekommen. „Falls nötig, wenden Sie sich an einen vertrauten Mentor, einen Therapeuten, einen guten Freund, der gut zuhören kann oder an einen Kollegen oder Vorgesetzten, der den Stress mildern kann, den Sie haben“, sagt McNelis.

  1. Stress annehmen

Stressmomente kommen vor und es gibt keine Möglichkeit, ihnen völlig aus dem Weg zu gehen. Aber statt diese Momente zu fürchten, können Sie sie als Gelegenheit ansehen, eine neue Perspektive zu finden. „Manchmal können solche Momente unter hohem Druck helfen, die kreativsten Ideen zu entwickeln, deshalb versuche ich, sie so zu nehmen, wie sie sind“, sagt McNelis.

  1. Atmen

„Das klingt so einfach, aber es ist eine der tiefgreifendsten Handlungen, die ich kenne“, sagt McNelis. „Selbst wenn es einfach nur bedeutet, in einem stressigen Moment zehn Mal tief Luft zu holen – dieses einfache Vorgehen kann so klärend sein und Platz schaffen, damit neue Lösungen entstehen können.“

Einfach atmen. (Giphy)

„Dies gibt uns den Raum, um zu erkennen, was im Moment geschieht, damit wir uns tatsächlich fragen (und geben) können, was wir brauchen.”

Tori Floyd