Sieben Mönche aus algerischem Kloster Tibhirine werden als Märtyrer anerkannt

Archivaufnahme der Mönche von Tibhirine

22 Jahre nach der Ermordung von sieben französischen Trappistenmönchen in Algerien hat der Vatikan den Weg für ihre Seligsprechung freigemacht. Die Ordensbrüder aus dem Kloster Tibhirine wurden gemeinsam mit dem früheren Bischof von Oran, Pierre Claverie, und elf weiteren Katholiken, die während des algerischen Bürgerkriegs in den 1990ern getötet wurden, als Märtyrer anerkannt, wie der Vatikan am Samstag mitteilte. Die 19 Märtyrer seien "aus Hass auf den Glauben" ermordet worden.

Die sieben Mönche im Alter zwischen 45 und 82 Jahren waren im März 1996 aus dem Kloster Tibhirine südwestlich von Algier von Islamisten verschleppt worden. Zwei Monate später wurden ihre abgetrennten Köpfe gefunden. Ihre Geschichte diente 2010 als Vorlage für den französischen Spielfilm "Von Menschen und Göttern".

Claverie, der sich für einen Dialog mit dem Islam einsetzte, wurde im August 1996 bei einem Attentat gemeinsam mit seinem Fahrer getötet. Die übrigen Männer und Frauen, die nun als Märtyrer anerkannt wurden, waren in den Jahren 1994 bis 1996 ebenfalls in dem nordafrikanischen Land ermordet worden. Die Erhebung zum Märtyrer ist in der römisch-katholischen Kirche Voraussetzung für die Seligsprechung.