Die Sicht der US-Autoindustrie auf den deutschen Abgasskandal, laut einem Experten

Annette Dönisch
GettyImages 97537426 VW

Die Skandale der deutschen Auto-Industrie schlagen auch in den USA Wellen. Nicht nur weil es eine amerikanische Umwelt-Behörde war, die aufdeckte, dass VW-Dieselautos tatsächlich mehr Stickoxide ausstoßen, als sie auf dem Prüfstand vorgeben. Auch weil die USA ein großer Absatzmarkt für deutsche Autos sind, beobachtet das Land die deutsche Autoindustrie.

Zu den Beobachtern gehört das Verkehrswesen-Forschungsinstitut der University of Michigan. Der geschäftsführende Direktor Bruce Belzowski schildert Business Insider die Reaktion auf den Abgasskandal in den USA. Er spricht auch auf Konferenzen und vor dem US-Kongress zu Fragen rund um die Autoindustrie. 

„Die US-Hersteller wissen, dass ihre Ingenieure und/oder Manager ebenso versuchen könnten, das System zu betrügen und daraufhin festgenommen werden könnten“, sagt Belzowski. Sie würden den Skandal daher genau verfolgen. „Ich denke aber nicht, dass die amerikanische Öffentlichkeit die Ereignisse groß wahrnimmt.“

Die US-Hersteller sehen die ungleichen Bedingungen

Die US-Hersteller sehen auch die ungleichen Abgasnormen. Deutsche Autobauer haben den erlaubten Schadstoff-Ausstoß nicht nur illegal, sondern auch legal durch Lobbyarbeit in der EU ausgeweitet. Per Gesetz sind sie gegenüber den amerikanischen Herstellern im Vorteil. Denn die EU lässt auf Bitte der europäischen Hersteller hin einen höheren Stickoxid-Ausstoß als in den USA zu, zum Missfallen der US-Hersteller.

Weiterlesen auf businessinsider.de