Sicherheit: Start ins neue Video-Zeitalter am Südkreuz

Ein Testlauf mit intelligenter Videotechnik beginnt am Dienstag. Dagegen formiert sich Protest.

Was noch vor wenigen Jahren nach Science-Fiction klang, wird ab diesem Dienstag am Bahnhof Südkreuz Realität. Bei einem Testlauf mit Freiwilligen soll die intelligente Videotechnik getestet werden. In einer ersten Phase des Projekts geht es um die Gesichtserkennung. In einer zweiten Phase soll die Software auch gefährliche Situationen erkennen und Alarm schlagen können.

Wo findet der Testlauf statt?

Der Testlauf findet an zwei gekennzeichneten Flächen im Bahnhof Südkreuz statt. Eine dieser Zonen ist am Eingang Hildegard-Knef-Platz. Auf drei der sechs Türen sind Kameras mit Gesichtserkennung gerichtet. Die zweite Zone ist an der Treppe vom Bahnsteig zur Westhalle. Dort werden Teile der Rolltreppe und der normalen Treppe erfasst.

Wer wird erfasst und was passiert mit den Daten?

Für den Test haben sich knapp 300 Leute freiwillig gemeldet, die häufiger an dem Bahnhof unterwegs sind. Wer nicht erfasst werden möchte, muss sich außerhalb der gekennzeichneten Flächen bewegen. Wer sich innerhalb der markierten Bereiche bewegt, wird erfasst. Die Daten der Personen, die nicht an dem Testlauf teilnehmen, werden sofort gelöscht. Die Aufnahmen der Testpersonen werden hingegen gespeichert und ausgewertet. Alle Projektteilnehmer tragen einen kleinen, schlüsselanhängergroßen Transponder bei sich, damit das System sie erkennt. Äußerlich unterscheiden sich die Testpersonen nicht vom normalen Publikum. Die Polizei hat von den Freiwilligen den Namen und je zwei Fotos gespeichert.

Wer steckt hinter dem...

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