Sicherheit: Polizei warnt vor Cyberattacken bei der Bundestagswahl

Gefahr aus dem Netz

Die Landeskriminalämter (LKA) in Berlin und Brandenburg halten aktuell Angriffe auf Computersysteme und Internetseiten zur kommenden Bundestagswahl für möglich. Zur Abwehr von solchen Cyberattacken werden in Brandenburg Politiker und ihre Mitarbeiter von Spezialisten des LKA geschult. In Berlin finden solche Gespräche bei konkreten Bedrohungen und im Einzelfall statt, heißt es von den Behörden.

Der Mensch vor dem Computer sei häufig die Schwachstelle, sagt Denny Speckhahn, Leiter des Cyber-Competence-Center (CCC) beim LKA in Eberswalde, das auch eng mit den Berliner Spezialisten zusammenarbeitet. Allein in den ersten sechs Monaten 2017 gingen beim CCC bereits mehr als 50 Meldungen von Cyberattacken ein – und damit so viel wie im gesamten Vorjahr. Für Cyberkriminelle sei immer noch die einfachste Möglichkeit, Mails mit infizierten Anhängen zu verschicken. In ihren Schulungen und Gesprächen klären die LKA-Beamten nicht nur über technische Aspekte auf, sondern auch über Verhaltensregeln.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte kürzlich bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes betont, dass er sich fest darauf einstelle, dass es vor der Bundestagswahl am 24. September Versuche russischer Einflussnahme wie in den USA und Frankreich geben werde.

Viele Daten bei Cyberangriff auf Bundestag erbeutet

Bei einem Cyberangriff auf den Bundestag 2015 habe es etwa eine weitreichende Abschöpfung von Inhalten gegeben, davon sei aber noch nichts veröffentlicht worden. "Es kann s...

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