Sicherheit für das US-Volk: Pressesprecherin Sanders rechtfertigt Trumps Atomknopf-Tweet

Sarah Huckabee Sanders sieht im Twitter-Verhalten des US-Präsidenten kein Problem. (Bild: AP Photo/Alex Brandon)

Während die Welt wegen Donald Trumps salopper Twitter-Drohungen über den „Atomknopf“ besorgt ist, relativiert die Pressesprecherin des Weißen Hauses: Der Tweet des US-Präsidenten trage lediglich zur Sicherheit des Landes bei.

Bei der Pressekonferenz im Weißen Haus am Mittwoch stellte ein Journalist Sanders die dringliche Frage: „Sollten sich die Amerikaner um die mentale Fitness des Präsidenten sorgen, der so leichtfertig über Drohungen bezüglich nuklearer Knöpfe spricht?“ Sanders konterte: „Ich denke, der Präsident und die Leute dieses Landes sollten sich eher um die mentale Fitness des Anführers von Nordkorea sorgen. Er hat wiederholt Drohungen ausgesprochen, testet seit Jahren Raketen. Wir haben es hier mit einem Präsidenten zu tun, der nicht feige klein beigibt und schwach sein wird. Er stellt sicher, das zu tun, was er versprochen hatte: Aufzustehen und das amerikanische Volk zu beschützen.“

US-Präsident Trump nutzt Twitter als quasi-offiziellen Kommunikationskanal – und das oft undiplomatisch. (Bild: AP Photo/Carolyn Kaster)

Wie die „New York Post“ berichtet, gab Sanders der Obama-Administration die Schuld an dem brisanten Konflikt. „Es ist gefährlich, die stetigen Drohungen zu ignorieren. Wenn die vorherige Administration auch nur irgendetwas dagegen getan und sich um Nordkorea und den Iran gekümmert hätte, müssten wir jetzt nicht ihr Chaos beseitigen“, so Sanders. „Ich denke nicht, dass es höhnisch ist, für die Menschen in diesem Land aufzustehen“, merkte sie zudem an.

Trump hatte mit dem Tweet auf die Neujahrsansprache des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un reagiert, in der er drohte, dass der Atomknopf ständig auf seinem Schreibtisch stehe. Der US-Präsident ließ mit seiner Replik nicht lange auf sich warten und teilte dem Diktator mit, dass sein Atomknopf „viel größer und mächtiger“ sei.


Auch US-Vizepräsident Mike Pence sah in Trumps Ansage eine Demonstration der Stärke. „Präsident Trump hat es klargemacht: Amerika lässt sich nicht schikanieren, Amerika lässt sich nicht drohen und Amerika hat mit dieser Klarstellung einen bisher nicht gekannten ökonomischen und diplomatischen Druck auf Nordkorea ausgeübt“, so Pence gegenüber dem Magazin „Voice of America“.

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