„Wir werden sicher nicht deutscher werden als RTL“: Netflix-Chef Hastings eröffnet Büro in Berlin

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Reed Hastings – Chef und Mitgründer von Netflix
Reed Hastings – Chef und Mitgründer von Netflix

„Dark“ und „How to Sell Drugs Online (Fast)“ – das sind jetzt nicht mehr nur Namen deutschsprachiger Netflix-Produktionen. So heißen nun auch Konferenzräume in der neuen Netflix-Zentrale für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH). Am Mittwoch hat der Chef des Streamingdienstes, Reed Hastings, die neuen Büros im Berliner Bezirk Friedrichshain eröffnet. Auf 2500 Quadratmetern sollen künftig die Ideen für Serien und Filme entstehen. Das berichtet unter anderem die „Wirtschaftswoche“ (WiWo).

Die Büros sind der fünfte Netflix-Standort in Europa und geht auch mit neuen Investitionen einher. Wie Hastings im Interview mit der "WiWo" erklärt, habe das Unternehmen bereits in den vergangenen drei Jahren mehr als 250 Millionen Euro in 40 Netflix-Titel in der DACH-Region investiert. In den kommenden drei Jahren wolle er die Investitionen verdoppeln: auf 500 Millionen Euro und 80 Titel.

Werden „nicht deutscher als RTL“

Mit der neuen Zentrale will der Konzern sich laut "WiWo" noch besser mit den Filmschaffenden vernetzen und „die besten Geschichtenerzähler der Region finden“, wie Hastings dem Medium sagte. Der Bedarf sei riesig: „Es hat nie eine bessere Zeit für Drehbuchautoren, Schauspieler und Produzenten gegeben.“

Im Interview mit der "WiWo" gab sich der CEO des Streamingdienstes auch optimistisch, dass der weltweite Markt weiter wachsen und Netflix mit seinem Vorhaben in der neuen Zentrale erfolgreich sein werde – trotz regionaler Konkurrenten. So hatte beispielsweise Bertelsmann-Chef Thomas Rabe gerade eine eigene Streaming-Plattform mit "RTL" im Zentrum angekündigt. Wie Hastings schätzt, werde die auch sehr erfolgreich sein und das sei in Ordnung. Netflix verlege sich eher auf Geschichten, „die die Welt erobern“, sagt er der "WiWo". „Wir werden sicher nicht deutscher werden als RTL“.

sb

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