Schwertkämpfe: Mittelalter-Fans feiern das „Spectaculum“ in Köln

Am Fühlinger See trafen sich Mittelalter-Fans, um ins 13. Jahrhundert einzutauchen.

Ritter, Bettler, Gaukler, Schurken und Scharlatane, aber auch Zombies, Gruftis und andere Kreaturen bevölkerten am Wochenende das Festivalgelände beim „Mittelalterlich Phantasie Spectaculum“ am Fühlinger See.

Unter dem Titel „Nicht authentisch, sondern phantastisch“ lockte die 13. Auflage des mittelalterlichen Familienfestes mit Rittern zum Anfassen wieder Tausende Besucher ans Seeufer in den Kölner Norden.

Zwei Tage lang bot das nach Angaben des Veranstalters weltweit größte reisende Mittelalter-Kulturfestival seinen Gästen annähernd ein Rund-um-die-Uhr-Programm.

Während sich Spitzenbands der Mittelalter- und Folkszene, darunter Saltatio, Mortis, Versengold, Fiddlers Green und Weltenkrieger auf den drei Musikbühnen abwechselten, sorgten auf der Gauklerbühne Kraftjongleur Bagatelli und der Zauberer Orlando von Godenhaven mit allerlei Schnickschnack für gute Unterhaltung.

Auf ausgewiesenen Kampfflächen demonstrierten todesmutige Ritter hoch zu Ross und in rasantem Galopp ihre brachialen Showkämpfe mit Schwertern, Äxten, Spießen und Morgensternen.

Geradezu filigran wirkten dagegen selbst hergestellte Phantasiekostüme wie das der Festivalbesucherin Antje Jansen. Mit Pfauenfedern, Wurzeln und Amethysten schmückte sich die Düsseldorfer Sängerin, die in der Sagengestalt der Nimue beim Spectaculum zwei wilde Schaukampfakrobaten im rustikalen Wikinger-Outfit begleitete. Sie verkörpere als Naturwesen eine andere Zeit, sagte sie. Abseits des Festivals trete sie gemeinsam mit dem Performance-Künstler Zoran Velinov auf und singe in sechs Sprachen.

135 Buden lockten die Besucher an

Einen Einblick in die Zeit des 13. Jahrhunderts gewährte auch der „hässliche Hans“, mittelalterlicher Bettler und Mitglied der „heiligen Dreischeußlichkeit“. Lauthals schwadronierte er über die Regeln des Bruchenballturniers, bei dem wilde Gesellen in kurzen Hosen versuchen, einen etwa 40 Kilogramm schweren Ball über die gegnerische Torlinie zu bugsieren.

Im Zentrum des weitläufigen Festivalgeländes präsentierten sich rund 135 Markthändler, Hökerer und Handwerker, darunter Spielzeugmacher, Schmiedemeister, Wollspinner, Schmuckmacher und Glasbläser.

Bezahlt wurde im Spectaculum-Land mit Goldtalern. Für einen scharfen Drachenspieß berappte der Mittelalter-Fan sechs Taler. Für eine Portion Engelshaar (Zuckerwatte) zwei Taler, zwei Euro also.

Noch am Sonntag findet das Festival statt. Mehr Infos gibt es unter www.spectaculum.de....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta