Show abgesetzt: WWE-Boss verärgert eigene Stars

Martin Hoffmann
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WWE-Star Dean Ambrose - genannt: "Lunatic Fringe" - präsentiert sich im Ring als unberechenbarer Schläger - er hat aber offensichtlich auch seine sanfte Seite

Mit dieser Entscheidung hat die Wrestling-Liga WWE auch ihre eigenen Stars geschockt.

Die Liga-Bosse haben die im hauseigenen Streaming-Portal WWE Network ausgestrahlte Sendung "Talking Smack" in ihrer bisherigen Form abgesetzt. Angeblich fiel dieser Entschluss auf direkte Weisung von Firmenchef Vince McMahon - und offensichtlich ohne die Beteiligten der Show davon in Kenntnis zu setzen.




Das Moderatorenteam aus Renee Young ("Ich bin wirklich enttäuscht") und Daniel Bryan zeigte sich bei Twitter geschockt - und machte deutlich, dass es erst durch die sozialen Medien von der Nachricht erfahren hatte.


The Miz ist betrübt

Auch der frühere Stammgast The Miz ist betrübt: "Ruhe in Frieden, Talking Smack. Ich habe die Freiheit genossen, die diese Show den WWE-Talenten gegeben hat. Renee Young hat das Beste aus uns herausgeholt", schrieb der Intercontinental Champion.


"Talking Smack" war ein wöchentliches Talk-Format, in dem sich die Stars der Dienstagsshow "SmackDown Live" abseits des Show-Drehbuchs präsentieren konnten. Young und Bryan interviewten sie - halb in ihrer Rolle, halb als Privatmensch (SPORT1 erklärt: So funktioniert die Showkampf-Liga WWE).

Heraus kamen einige spannende Gespräche und erinnerungswürdige Momente - wie das unter Fans schon legendäre, emotionale Streitgespräch zwischen Miz und Bryan.


WWE-Boss Vince McMahon missfiel die Show

Verfolgt haben die Sendung eher die besonders eingefleischten Fans (die nun entsprechend enttäuscht sind). Grund für die Absetzung soll laut Sports Illustrated aber nicht ein Mangel an Zuschauern gewesen sein.

McMahon habe die besondere Mischung der Show offenbar einfach nicht geschmeckt. Der 71 Jahre alte, aber noch immer allmächtige Patron sei "unglücklich" mit der Show gewesen und "fest überzeugt davon, dass sie nicht den Interessen der Firma dient".

Die offizielle Begründung von WWE für den Schritt fiel vage aus: "Wir überprüfen das Programm des WWE Network fortlaufend, auf Grundlage einer Vielzahl von Faktoren, darunter die Zuschauer - und Abonnentenzahlen."

"Talking Smack" wird es künftig - wie die Schwestershow "Raw Talk" - nur noch nach Großveranstaltungen geben. Laut Sports Illustrated will McMahon "Talking Smack" letztlich jedoch ganz einstellen.