Shorttrack: Walter im Viertelfinale über 1000 m ausgeschieden

Shorttrack: Walter im Viertelfinale über 1000 m ausgeschieden

Bianca Walter hat zum Abschluss der Shorttrack-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang einen Überraschungserfolg klar verpasst. Die 27-Jährige aus Dresden schied am Donnerstag im hochkarätig besetzten Viertelfinale über 1000 m als Schlusslicht ihres Laufs aus. Walter war die letzte Deutsche im Wettbewerb. Die zweite Starterin Anna Seidel (19/Dresden) war nach einer Disqualifikation im Vorlauf am Dienstag in der zweiten Runde nicht startberechtigt.
"Es gibt keine leichten Läufe bei Olympia. Ich hätte es gerne mit einem besseren Gefühl beendet. Aber ich bin trotzdem zufrieden. Ich habe eigentlich jeden Lauf taktisch perfekt absolviert. Wenn am Ende bei manchen Läufen die Kraft nicht reicht, dann ist das ein Fakt, den man akzeptieren muss."
Das Abschneiden der beiden deutschen Shorttrackerinnen in Südkorea ist insgesamt enttäuschend. Walter war über 500 m und 1500 m in der ersten Runde gescheitert. Hoffnungsträgerin Seidel stürzte insgesamt dreimal. Über 500 m hatte sie zumindest das Viertelfinale erreicht, über 1500 m das Halbfinale.
"Anna kann definitiv weiter nach vorne laufen. Sie konnte es leider in keinem der Rennen wirklich abrufen", sagte der kommissarische Bundestrainer Daniel Zetzsche.
Über 500 m der Männer unterstrich Mitfavorit Wu Dajing am Donnerstag seine Ambitionen. Der Vize-Weltmeister aus China gewann mit Weltrekord (39,584 Sekunden) die Goldmedaille. Über 1000 m siegte die Niederländerin Suzanne Schulting. Die südkoreanischen Stars Choi Minjeong und Shim Sukhee waren in der Schlussrunde kollidiert und gestürzt. In der Männer-Staffel setzte sich Ungarn in olympischem Rekord (6:31,971) durch. Für Ungarn war es das erste Gold bei Winterspielen.