„Shopping Actions“: Google möchte sich als Konkurrenz zu Amazon etablieren

Google setzt auf Online-Shopping – künftig vermehrt via Sprachsteuerung. (Bild: AP Photo/Thibault Camus)

Der Google-Mutterkonzern Alphabet möchte mit einem neuen Programm mehr Kapital aus der Suche nach Waren schlagen und arbeitet dafür mit großen US-Händlern zusammen.

Millionen Einkäufer suchen via Google nach Produkten und kaufen sie im Anschluss oft beim Online-Handelsriesen Amazon. Nun möchte der Suchmaschinengigant dafür seinen Teil vom Kuchen und Händlern eine Alternative bieten. Wie der Nachrichtendienst „Reuters“ berichtet, können Firmen ihre Produkte nun über das neue Programm „Shopping Actions“ bei Google Search auflisten. Im Gegenzug zahlen die Händler Google pro verkauftem Produkt einen Anteil. Dieser unterscheidet sich von jener Summe, die Firmen für Werbung auf den Google-Plattformen bezahlen.

Zudem können Firmen auch den Shopping Service „Google Express“ nutzen. Auf Mobilgeräten und Sprachassistenten wird „Google Assistant“ für die Produktsuche verwendet. Google setzt vermehrt auf Sprachsuche und rechnet damit, dass künftig immer mehr potenzielle Käufer Sprachassistenten für die Produktsuche nutzen. Hier wird Google immer mehr zur Konkurrenz von Amazon, deren Echo-Geräte derzeit den Markt dominieren.

Die Google-Mutterfirma Alphabet arbeitet hier bereits mit den US-amerikanischen Großhandelsketten Target Corporation, Walmart Inc., The Home Depot Inc., Costco Wholesale Corporation und Ulta Beauty Inc. zusammen.

Das Programm „Shopping Actions“ ist in Nordamerika für Händler aller Art und Größenordnungen erhältlich und soll ihnen dabei helfen, ihre Kunden nicht an Amazon zu verlieren. Schließlich verfolge Google eine ganz andere Strategie, erklärt der Google-Manager Daniel Alegre gegenüber „Reuters“. „Wir haben eine fundamental andersartige Strategie als Amazon, weil wir uns als die Ermöglicher des Handels sehen. Wir sehen uns als Teil der Lösung für Händler, bessere Transaktionen tätigen zu können… und näher an den Kunden zu kommen“, so Alegre.