Shitstorm für Seehofer: Nur Männer in der Führungsriege des Innenministeriums

Der neue Innenminister hat sich ein reines Männerkabinett gezimmert. (Bild: Getty Images)

Es ist ein glückloser Start, den Horst Seehofer als neuer Innenminister hinlegt. Erst löste der Politiker eine Islam-Debatte aus, nun sorgt er mit einem Foto für Aufregung, das ihn mit seinen engsten Mitarbeitern zeigt. Der Haken: Unter den Getreuen findet sich keine einzige Frau.

Das Foto fand sich bis vor kurzem auf der Webseite des neu geschaffenen Heimatministeriums, dem Seehofer seit Vereidigung der neuen Bundesregierung vorsteht. Zum bisherigen Innenministerium sind noch die Bereiche Bau und Heimat dazugekommen. Für dieses erweiterte Ressort holte sich Seehofer „Top-Leute“, wie es vor Kurzem in einer Pressemitteilung hieß.

Doch zu diesen Top-Leuten gehört offenbar keine Frau. Auf dem Foto, das inzwischen wieder von der Webseite des Innen- beziehungsweise Heimatministeriums genommen wurde, ist Seehofer zu sehen, flankiert von acht männlichen Ministeriumsmitarbeitern. Sie bilden die Führungsriege um Seehofer, darunter die erfahrenen Staatssekretäre Hans-Georg Engelke und Klaus Vitt.

Im Internet stieß dieser „Männerbund“ auf Häme und Kritik. Eine Userin konterte auf das Gruppenbild ohne Dame mit dem Satz: „Nicht meine Heimat!“ Ein anderer User meinte in Anlehnung an Seehofers kürzliche Äußerung, der Islam gehöre nicht zu Deutschland: „Die Frau gehört nicht zu Deutschland“.

Etliche User äußerten sich in teils witziger, teils ernster Art und Weise unter dem Hashtag #Heimatministerium zu dem testosterongeladenen Bild:

Eine offizielle Reaktion gibt es bisher nicht. Im Innenministerium schweigt man sich zu der Angelegenheit lieber aus. Fast möchte man sagen: typisch männlich eben.