Doppelmoral bei T-Shirt-Aktion? Freitag verweist auf Bayern-Sponsor

SID
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Doppelmoral bei T-Shirt-Aktion? Freitag verweist auf Bayern-Sponsor
Doppelmoral bei T-Shirt-Aktion? Freitag verweist auf Bayern-Sponsor

Dagmar Freitag begrüßt die Menschenrechtsbotschaft der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Richtung Katar, sieht aber auch Anzeichen für Doppelmoral.

"Ich habe keinerlei Zweifel an der persönlichen Haltung der DFB-Nationalspieler", sagte die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag dem SID.

Wie "schwierig die Gemengelage" allerdings sei, zeige sich, wenn "einige Mitglieder des Teams wenige Tage später beispielsweise wieder mit dem Schriftzug ihres Sponsors Qatar Airways auf dem Trikotärmel auflaufen (müssen)". Die nationale Fluggesellschaft Katars sponsert Bayern München.

Bei der Aufstellung für die Hymnen hatte jeder deutsche Nationalspieler in Duisburg am Donnerstagabend vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Island (3:0) ein schwarzes T-Shirt mit einem weißen Buchstaben getragen - zusammen lautete die Botschaft: HUMAN RIGHTS. Katar ist 2022 WM-Gastgeber und wird immer wieder wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern schärfstens kritisiert.

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"Grundsätzlich begrüße ich es außerordentlich, wenn Sportlerinnen und Sportler sich öffentlich zu Menschenrechten und den Werten des Sports bekennen", sagte Freitag.

Es sei unbestritten, dass insbesondere Profi-Fußballer "eine besondere Außenwirkung und damit Reichweite erzielen können". Sie erlebe Sportlerinnen und Sportler weltweit politisch emanzipierter und mit klaren Positionen zu kritischen Themen - die norwegische Mannschaft habe dies am Mittwoch vorgelebt.