Shell sieht US-Steuerreform grundsätzlich positiv - Aber einmalige Belastung

dpa-AFX

LONDON (dpa-AFX) - Der Ölkonzern Shell muss noch ausrechnen, in wie weit sich die US-Steuerreform auf seine Geschäftsergebnisse auswirken wird. Die Analyse dauere derzeit noch an, grundsätzlich dürfte die ab dem 1. Januar 2018 in Kraft tretende Absenkung des Steuersatzes einen positiven wirtschaftlichen Einfluss auf Shell in den USA haben, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Welcher bilanzielle Effekt sich ergeben wird, will der Konzern nach eigenen Angaben bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen für 2017 bekannt geben.

So viel ist bereits klar: Aus Basis der Zahlen für das dritte Quartal wäre durch die Neubewertung latenter Steuern eine Belastung von 2 bis 2,5 Milliarden US-Dollar angefallen, die allerdings nicht zahlungswirksam sei, so Shell.

US-Präsident Donald Trump hatte an diesem Freitag das Gesetz zur Steuerreform unterzeichnet. Kern ist eine massive Senkung der Ertragssteuer für Unternehmen von bisher 35 auf 21 Prozent. Dadurch werden allerdings frühere Verluste, die Unternehmen zukünftig steuermindernd geltend machen können, bilanziell weniger wertvoll.