Shaq, Patriots & Co. - Die Investoren im Esports

League of Legends-Fans fiebern bei den Worlds 2017 mit

Der eSports-Markt boomt enorm und lockt immer mehr Zuschauer vor ihre Bildschirme. Mittlerweile finden fast jedes Wochenende hochkarätige Turniere auf der ganzen Welt statt und schütten Millionenpreisgelder aus. Viele Investoren haben dies mittlerweile erkannt und stecken Geld in den wachsenden Markt. SPORT1 stellt einige dieser Geldgeber vor und zeigt so, wer hinter den großen Teams steckt.

New England Patriots, New York Mets und Co.

Viele Besitzer von berühmten und erfolgreichen Sportclubs schauen sich mittlerweile in neuen Bereichen um. Durch gewisse Parallelen zum normalen Sport sehen diese Investoren das Potenzial in dem schnell wachsenden eSports-Markt. Durch ihre Erfahrung im Bereich Sportvermarktung haben diese Geldgeber eine klare Vorstellung.

Trotzdem ist der eSports-Markt eine recht junge Sparte und kann daher momentan eher noch als ein Test gesehen werden. Robert Kraft, Vorsitzender und CEO der “Kraft”-Gruppe und der New England Patriots (Boston) und Jeff Wilpon, Betriebsdirektor der New York Mets (New York) sind gute Beispiele für solche einzelnen Vereinsmitbesitzer. Beide investierten in diesem Jahr bereits in die Overwatch-League.


Großer Geldhahn

Eine weitere Gruppe der Investoren sind die Venture Capitalists. Diese sehen das Potenzial des Marktes und wollen diesen voranbringen. Das Ziel solcher Geldgeber-Gruppen ist es, junge Ideen, Produkte und Firmen im Bereich eSports zu fördern. Dies geschieht mit einer direkten Investition, beispielsweise in ein Startup.

Erwähnenswert ist auch die große Beteiligung von bereits erfolgreichen eSports-Unternehmen als Venture Capitalist. So befinden sich beispiesweise Dienstanbieter wie Discord in solchen Investitionsgruppen, aber auch viele bekannte Organisationen wie G2 Esports oder Team EnVyUS.

Schalke, PSG und Konsorten

Auch die erfolgreichen Sportvereine erkennen mittlerweile den steigenden Stellenwert von eSports. Die Investitionen dieser Gruppe fokussieren sich vor allem auf die Verpflichtung von eigenen Teams. Zwei gute Beispiele dafür sind Paris Saint Germain und der deutsche Esports-Vorreiter Schalke 04. Beide Vereine besitzen seit 2016 aktive League of Legends-Teams.


Deutsche Teams scheinen allerdings zunächst eher auf die Fußball-Spiele zu gehen. So verpflichteten mittlerweile mehrere deutsche Erstligisten professionelle FIFA-Spieler, zuletzt der 1. FC Nürnberg und der VfB Stuttgart.


Audi, Vodafone, Visa

Die größten Investoren im Bereich eSports sind natürlich die Sponsoren. Durch Werbeverträge können Sponsoren ihre Marke zeigen und somit ihre Produkte bewerben. Ähnlich wie im traditionellen Sport werden auch einzelne Spieler unterstützt, beispielsweise der TSM-Mid-Laner Søren "Bjergsen" Bjerg.

Bekannte Marken im Bereich des Sponsoring sind Energydrink-Hersteller wie Red Bull oder Monster. Auch Hardwarehersteller zeigen sich oftmals als Sponsoren im Bereich eSports, beispielsweise AMD, Nvidia oder AOC. Auch Unternehmen, welche normalerweise nicht in diesem Bereich angesiedelt sind, investieren mittlerweile in die Branche, beispielsweise Giganten wie Vodafone, Audi oder Visa.


So gibt es im wachsenden Bereich des eSports ständig neue Investoren. All diese Geldgeber sehen ein Potenzial im eSports und helfen, diesen Bereich des kompetitiven Spielens voranzubringen. Bereits heute hat der Bereich eine unvorstellbare Größe erreicht und momentan ist keine Änderung an diesem Wachstum abzusehen. Zukünftig könnte der eSports also noch viel mehr an Bedeutung gewinnen.