„Shape of Water“-Regisseur Guillermo del Toro bei den Oscars: „Ich bin ein Einwanderer“

In seiner Dankesrede wird Oscar-Preisträger Guillermo del Toro politisch: Der Regisseur betonte, dass die Filmwelt die Aufgabe habe, Grenzen zu beseitigen.

Gleich in vier Kategorien ging „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ von Guillermo del Toro bei den diesjährigen Oscars als Sieger hervor. Darunter die wichtigen Auszeichnungen für „Bester Film“ und „Beste Regie“. Seine Dankesrede nutzte der gebürtige Mexikaner für ein paar ernste Worte.

„Ich bin ein Einwanderer“, begann der 53-Jährige und fuhr dann fort: „Das größte, was unsere Kunst und unsere Industrie tut, ist, die Linien im Sand zu löschen. Wir sollten das weiter tun, wenn die Welt uns sagt, sie tiefer zu machen.“ Damit spielte del Toro auf das zurzeit angespannte Verhältnis zwischen den USA und Mexiko sowie auf die einwanderungskritische Haltung der Trump-Regierung an.

Regisseur und Oscar-Gewinner del Toro sprach in seiner Dankesrede ein wichtiges Thema an. (Bild: Reuters)

In seiner kurzen Rede erwähnte er auch andere anwesende mexikanisch-stämmige Filmschaffende wie Salma Hayek und Gael García Bernal. Del Toros Film „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ wurde von vielen Kritikern als Antwort auf die protektionistische Politik von US-Präsident Donald Trump bewertet. In dem Film verliebt sich eine stumme Reinigungskraft in ein Mensch-Amphibien-Wesen, das in einer amerikanischen Regierungseinrichtung gefangen gehalten wird.