"Shalom Berlin": Jüdische Kulturtage in Berlin: Wenn Lachen befreit

In der Synagoge Rykestraße: Schauspieler Ilja Richter, Kulturdezernentin Sara Nachama, Intendant Gerhard Kämpfe und Schauspieler Boris Aljinovic (v.l.)

"Shalom Berlin" – unter diesem Motto stehen die diesjährigen Jüdischen Kulturtage. Besonders soll es werden, mit viel Fröhlichkeit und Lebensbejahung, schließlich feiere man vom 4. bis zum 12. November das 30. Jubiläum, erzählt Gideon Joffe, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, vorne auf dem Podium der Synagoge an der Rykestraße.

"Das Lachen gehört dazu", meint Gerhard Kämpfe, der das Festival nun im zweiten Jahr leitet. Den Holocaust und die Verfolgung der Juden – Tiefpunkte der Geschichte – mit der jüdischen Kultur allein zu verbinden, sei ein "fataler Fehler". Humor sei ein "Lebens-Mittel" geworden, Lachen eine Form der Befreiung. "In vielen jüdischen Witzen steckt viel Lebensweisheit", findet der Veranstalter und Produzent. Beim Eröffnungskonzert im vergangenen Jahr spielten Andrej Hermlin und sein Swing-Orchester in der Synagoge auf.

Einige Besucher zogen verwundert die Augenbrauen hoch, fragten sich, wie eine Big Band wohl mit der jüdischen Kultur zusammenpasst. Die wenigsten wissen, wie hoch der Anteil jüdischer Musiker und Komponisten an der Entwicklung des Jazz war – und eben nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland und der damaligen Sowjetunion.

Lebendiger Einblick in die Grundlagen des Judentums

Gerade nicht jüdischen Besuchern will die Gemeinde mit dem weitgesteckten Programm aus Konzerten, Filmen, Ausstellungen, Märchen und Lesungen einen lebendigen Einblick in die Grundlagen des Judentums geben. Es bietet die Möglichkeit eines offenen Austausch...

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