Zu sexy: Golf-Beauty erhält Morddrohungen

Stefan Schnürle
Paige Spiranac hat auf ihren Social-Media-Seiten viele Fans

Man muss nicht immer erfolgreich sein, um zu den populärsten Spielerinnen einer Sportart zu zählen: Das hat Anna Kournikova in ihren Zeiten als Tennisprofi eindrucksvoll bewiesen.

Der Golfsport hat aktuell mit Paige Spiranac ein ähnliches Beispiel. Über 1,3 Millionen Follower hat die 24-jährige US-Amerikanerin bei Instagram - und damit mehr als der Superstar des Golfs schlechthin, Tiger Woods.

Während Kournikova allerdings in ihren Hochzeiten immerhin in den Top 10 stand, rangiert Spiranac nicht einmal unter den ersten 1.000 Positionen der Damen-Weltrangliste.

Popularität dank sexy Outfits

Ihre Popularität hat die 1,68 Meter große Blondine auch weniger ihren Golfschlägen, als ihren Outfits auf und neben dem Golfplatz zu verdanken, welche sie nur zu gerne ihren Followern präsentiert.

Für ihre freizügigen Outfits auf dem Golfplatz wurde Spiranac sogar schon verwarnt, auch wenn sie ihre Tank Tops laut eigenen Angaben lediglich aus Komfortgründen tragen würde.


So war es wohl auch ihrer Popularität geschuldet, weshalb sie 2015 und 2016 zu den Dubai Masters eingeladen wurde. Den Cut verpasste Spiranac bei beiden Teilnahmen, doch die Aufmerksamkeit der Massen war ihr dennoch sicher.

Spiranac erhielt Morddrohungen

Zu viel Ruhm kann allerdings auch negative Seiten haben, wie Spiranac danach erfahren muss. Dem Guardian verriet sie jetzt, dass sie nach ihren umstrittenen Auftritten sogar Morddrohungen erhalten hatte.

"Ich wurde belästigt. Meine Familie wurde belästigt. Ich erhielt Morddrohungen, Leute drangen in meine Privatsphäre ein und wollten mich erpressen", sagte Spiranac.

Dennoch kehrte die Comic-Liebhaberin im Januar 2018 nach Dubai zurück. Dort durfte sie als erste Frau die Stars der Tour am ersten Abschlag begrüßen und auf die Runde schicken.


Spiranac: Bin kein Werbegag

Anschließend übernahm Spiranac für einige Tage auch noch die Berichterstattung über das Turnier auf den Internetkanälen der Tour.

Auch das stieß auf einige Kritik - zum Unverständnis von Spiranac: "Ich weiß, dass viele Leute mich als Werbegag sehen. Ich glaube nicht, dass ich einer bin. Wenn ich ein Mann wäre und so viele Follower hätte, würden die Leute es toll finden."


Die in Arizona aufgewachsene junge Frau kam selbst erst über Umwege zum Golf, denn in jungen Jahren galt ihre große Leidenschaft der Gymnastik. Wegen einer Knieverletzung musste sie damit jedoch aufhören und probierte es auf Anraten ihres Vaters mit dem Golfsport.

Dress Code verärgert Spiranac

Seit 2017 darf sie auf der Tour allerdings nicht mehr anziehen, was sie will. Der neue Dress Code der Ladies Professional Golf Association (LPGA) verbietet unter anderem tief ausgeschnittene Dekolletes.

Spiranac ist diese Änderung ein Dorn im Auge. Sie findet, dass die neuen Vorschriften den Wachstum des Frauengolfs behindert und "kurvige" Frauen benachteiligt.


Obwohl sie aktuell eine Pause vom professionellen Golfsport macht, will Spiranac weiter dafür kämpfen, damit Frauen auch in Zukunft ihre bevorzugte Kleidung bei Turnieren tragen dürfen.

Über eine Million Follower hat sie dabei wahrscheinlich auf ihrer Seite.