Sexuelle Übertragung: Lageso warnt Berliner Schwule vor Hepatitis A-Ausbruch

Gegen Hepatitis A hilft eine Impfung

Der Ausbruch der Leberentzündung Hepatitis A vor allem unter Homosexuellen in Berlin hält weiter an. Seit Ende 2016 rechnet das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) dem Geschehen bislang 96 Fälle zu, wie aus dem jüngsten Gesundheitsbericht der Behörde hervorgeht. 83 Prozent der Betroffenen gaben an, Sex mit Männern zu haben. Es müsse mit weiteren Erkrankungen in der Gruppe gerechnet werden, hieß es. Effektiven Schutz biete eine Impfung.

Aktuell laufen in Berlin die Pride Weeks, am 22. Juli ist Christopher Street Day - auch verbunden mit Partys, bei denen es um neue Sex-Kontakte geht. Hepatitis A kann beim Sex übertragen werden. Kondome gelten nicht als ausreichender Schutz, Schmierinfektionen sind auch damit noch möglich. Vielen Männern fehlt die Impfung.

Experten hatten den Ausbruch im Frühjahr als sehr außergewöhnlich bezeichnet und gewarnt, dass sich das Virus bei Szene-Großereignissen international weiter ausbreiten könnte. Ein so großer Ausbruch wie aktuell ist in Berlin bislang noch nie beobachtet worden.

Hepatitis A ist eigentlich vor allem in Entwicklungsländern verbreitet, das Virus wird oft etwa mit verunreinigtem Wasser aufgenommen. Die Erkrankung hat anders als andere Hepatitis-Formen keine Langzeitfolgen. Zu den Symptomen zählen Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen und eine Gelbfärbung von Haut und Augen. In Berlin musste gut ein Drittel der Betroffenen ins Krankenhaus.

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